Bluttat auf Friedhof

"Wollte, dass sie tot ist"– Schöffe brach zusammen

Beim Prozess gegen eine 14-Jährige wurde mit schrecklichen Details nicht gespart. Das Opfer wurde regelrecht niedergemetzelt, ein Schöffe gab auf.
Thomas Peterthalner
17.06.2026, 13:32
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Völlig emotionslos und mit leerem Blick erzählte die 14-jährige Angeklagte – gekonnt verteidigt von Star-Anwältin Astrid Wagner – Mittwoch (17.6.) am Wiener Landl von einer teuflischen Bluttat am Friedhof Baumgarten in Penzing, wir berichteten.

"Von Freundin in Chat motiviert"

Vollgepumpt mit Xanax-Pillen soll die Jugendliche am 23.2. eine 64-Jährige zwischen den Gräbern niedergemetzelt haben. Schon vor der Tat habe sie einer Freundin von dem Wunsch zu töten in einem Chat erzählt, durch das Gespräch mit ihr habe sie sich "ermutigt" gefühlt. Die 64-jährige Wienerin war ein Zufallsopfer, wurde von der 14-Jährigen mutmaßlich von hinten attackiert. "Ich habe die Tasche abgestellt und ihr in den Rücken gestochen", so die Angeklagte.

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"Wollte, dass sie tot ist"

Wie von Sinnen soll die 14-Jährige auf die Pensionistin eingestochen haben "Der Tod trat sehr schnell ein", so der gerichtsmedizinische Gutachter. "Sie wehrte sich heftig, es gab viele Abwehrverletzungen." Doch schlussendlich war der Blutverlust zu hoch. "Sie ist in den ersten Minuten nach der Attacke verstorben."

51 Stiche ins Gesicht

Von den 82 Stich- und Schnittverletzungen wurden 51 im Kopf-Hals-Bereich gezählt. "Ich wollte, dass sie schnell ausblutet", so die 14-Jährige. "Nachdem ich sie abgestochen hatte, bekam ich Angst. Doch ich wollte schon, dass sie tot ist", erklärte die 14-Jährige, deshalb habe sie auch keine Hilfe geholt.

Schöffen wurde Prozess zu viel

Der Prozess war nichts für schwache Nerven. Einem Schöffen wurden die Ausführungen zu viel. Dem Laienrichter wurde schlecht, er stürmte plötzlich wortlos aus dem Saal. Nach kurzer Unterbrechung wurde der Mann schließlich von der vorsitzenden Richterin entlassen und ein Ersatzschöffe eingesetzt. Der Prozess konnte schließlich nach einer kurzen Pause fortgesetzt werden.

Süchtig nach Gewaltvideos

Sie habe sich schon mit 9 oder 10 Jahren Videos über Serienkiller, schreckliche Gewalttaten und Morde hineingezogen, so die Angeklagte. "Ich war süchtig danach, das hat mir einen Kick gegeben."

Urteil noch heute erwartet

"Es hätte auch ein Mann sein können", so die 14-Jährige, die in der Verhandlung kaum Reue und wenig Mitleid mit dem Opfer zeigte. Ein Urteil soll noch heute folgen. Der 14-Jährigen droht die Einweisung. Die Unschuldsvermutung gilt.

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