Prozess startet

"Hatte Gefühl, ich muss töten" – 14-Jährige vor Gericht

Nach einer schrecklichen Bluttat am Friedhof Baumgarten startet heute der Prozess gegen eine 14-Jährige. Dabei könnte es eine Überraschung geben.
Thomas Peterthalner
17.06.2026, 05:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Am Mittwoch (17.6.) muss sich die Jugendliche wegen Mordes im Saal 303 am Wiener Landesgericht verantworten. Es dürfte ein kurzer Prozess im engsten Kreis werden, denn die Öffentlichkeit dürfte von der Verhandlung ausgeschlossen werden.

Frau auf Friedhof getötet

Die 14-Jährige wird derzeit im forensisch-therapeutischen Zentrum in Asten (OÖ) behandelt. Im Justizwachebus ging es für sie von Oberösterreich über die A1 nach Wien. Mittwoch um 9 Uhr startet dann der Prozess – die Vorwürfe könnten schwerer nicht sein. Die 14-Jährige soll im Februar eine 64-jährige Wienerin am Friedhof Baumgarten in Wien-Penzing getötet haben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Über 80 Stiche gezählt

Die Attacke auf dem Friedhof war angeblich lange geplant. Schon Wochen zuvor besorgte sich die 14-Jährige laut Ermittlungen ein Klappmesser in einem Geschäft. Am Tag des blutigen Vorfalls soll sich die 14-Jährige zuvor mit Medikamenten betäubt, dann am Friedhof Baumgarten nach einem Opfer gesucht haben. Gegen 15.45 Uhr erblickte sie am 23. Februar die 67-Jährige, die gerade vor einem Grab stand. Das Mädchen soll nicht gezögert, über 80 Mal zugestochen haben. Die Frau wehrte sich verzweifelt gegen den heimtückischen Angriff, stürzte mit der Verdächtigen zu Boden. Doch diese soll immer wieder zugestochen haben.

"Muss jemanden töten"

Sie habe das Gefühl gehabt, "dass sie jemanden töten müsse", soll die Angeklagte in der Einvernahme zu Protokoll gegeben haben. Ansonsten hätte sie sich "selbst töten müssen". Laut Gutachten soll die 14-Jährige an einer schweren psychischen Erkrankung leiden.

Schreckliche Fotos verschickt

Das 64-jährige Opfer – eine Akademikerin – war einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie wurde von dem Mädchen, das in einer nahegelegenen Krisen-WG der MA11 untergebracht war, aus dem Nichts mit dem Taschenmesser attackiert. Das Mädchen soll die Leiche danach mit dem Handy gefilmt, Videos verschickt haben.

Einweisung droht

Bei dem Prozess am Mittwoch (17.6.) wird die Angeklagte von Star-Anwältin Astrid Wagner vertreten. Die Angeklagte war laut Gutachten zurechnungsfähig, gilt aber als gefährlich. Ihr droht nun die Einweisung. Bei dem Prozess könnte es eine Überraschung geben und die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. Die Unschuldsvermutung gilt.

{title && {title} } pet, {title && {title} } 17.06.2026, 05:00
Jetzt E-Paper lesen