Zufalls-Opfer starb

Bluttat auf Friedhof: Countdown tickt für 14-Jährige

Morgen startet der Mordprozess gegen eine 14-Jährige in Wien. Die Jugendliche soll eine Frau auf einem Friedhof erstochen haben. Das droht ihr nun!
Thomas Peterthalner
16.06.2026, 20:48
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Im Maßnahmenvollzug in Asten OÖ sitzen Frauen aus den aufsehenerregendsten Prozessen der Kriminalgeschichte ein. Auch eine 14-Jährige aus Wien wird dort behandelt – sie soll eine im Februar Pensionistin auf einem Wiener Friedhof erstochen haben. Morgen startet in Wien der Prozess gegen die Jugendliche. Die 14-Jährige soll schon dementsprechend nervös sein.

Zufalls-Opfer starb

Denn Mittwoch um 9 Uhr beginnt im Saal 303 am Wiener Landl der Mord-Prozess über einen der wohl schockierendsten Vorfälle der letzten Jahre. Die Verdächtige hatte mit dem Opfer nichts zu tun gehabt, soll es völlig zufällig ausgewählt haben. Es hätte auch jeden anderen treffen können. Die Pensionistin war leider einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort – und bezahlte das tragischerweise mit dem Leben.

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Ermittler zählten 80 Stiche

Die Attacke auf dem Friedhof war lange geplant. Die 14-Jährige soll sich zuvor mit Benzos betäubt, dann am Friedhof Baumgarten nach einem Opfer gesucht haben. Gegen 15.45 Uhr erblickte sie am 23. Februar die Akademikerin, die gerade vor einem Grab stand. Das Mädchen soll nicht gezögert, laut Ermittlern über 80 Mal zugestochen haben.

Star-Verteidigerin Astrid Wagner vertritt in der Causa am Wiener Landesgericht.
Denise Auer

Star-Anwältin vertritt Angeklagte

Danach soll die Jugendliche die Leiche mit ihrem Handy gefilmt und die Aufnahmen an  Bekannte verschickt haben. Bei ihrer Festnahme fragte sie laut Ermittlern zunächst nach einer Zigarette. Ein Zeuge beschrieb sie als "völlig emotionslos". Bei dem Prozess am Mittwoch (17.6.) wird die Angeklagte von Star-Anwältin Astrid Wagner vertreten.

Wegen Problemen in WG

Laut Gutachten war die 14-Jährige zurechnungsfähig, sie war aber wegen psychischer Probleme in einer betreuten Wohngemeinschaft untergebracht. Die Mutter soll zuvor mit den Depressionen und Selbstverletzungen ihrer Tochter nicht mehr zurechtgekommen sein.

Einweisung droht

Die Angehörigen des Opfers und der 14-Jährigen hoffen, dass nach der Verhandlung endlich Ruhe einkehrt. Am Mittwoch könnte aufgrund des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden. Der 14-Jährigen droht die Einweisung in ein forensisch-therapeutsiches Zentrum. Für die Angeklagte gilt die Unschuldsvermutung.

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