Am 23. Februar ereignete sich am Friedhof Baumgarten eine schreckliche Bluttat. Eine 14-Jährige, welche an psychischen Problemen leide, soll eine 64-jährige Wienerin getötet haben. Von hinten habe sie auf die Frau, die an einem Grab stand, eingestochen.
Das Opfer habe über 80 Stich- und Schnittverletzungen, vor allem im Hals- und Kopfbereich, erlitten – "Heute" berichtete. Dann habe die Jugendliche ihr Opfer gefilmt und das Videomaterial an mehrere Personen weitergeschickt.
Die 14-Jährige, die vor der Tat sogenannte "Benzos" konsumiert haben soll, wurde in der WG, in der sie seit November lebte, festgenommen. Die mutmaßliche Tatwaffe – ein Taschenmesser – wurde sichergestellt. Bei der Festnahme fragte sie die Beamten zuerst einmal nach einer Zigarette. Später gestand sie die Bluttat vor Ermittlern des Landeskriminalamts.
Nun wird sich die 14-Jährige am 17. Juni vor Gericht verantworten müssen, berichtet die APA. Seitens der Staatsanwaltschaft gehe man von einer vorsätzlichen Tat aus. Ein Gutachten attestiert der Jugendlichen eine instabile Persönlichkeitsstörung bei gleichzeitigem Unrechtsbewusstsein. Sie wurde als schuldfähig eingestuft.
Die Anklage lautet auf Mord. Bei Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren ist im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren möglich. Zudem wurde die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum beantragt. Derzeit befindet sich die 14-Jährige in einer solchen Einrichtung, der Justizanstalt Asten in Oberösterreich.