Alarm in Wien-Donaustadt: Nach dem Verdacht auf Cyanobakterien – umgangssprachlich auch "Blaualge" genannt – wurde ein Teil des beliebten Badeteichs in Hirschstetten gesperrt. Wie der Leiter der Wiener Gewässer (MA 45), Gerald Loew, gegenüber "ORF Wien" sagte, habe man am Samstag einen entsprechenden Hinweis erhalten.
Für Kinder sei der betroffene Bereich nun gesperrt. Jetzt gilt es, den Verdacht zu bestätigen oder eben zu widerlegen. Im Laufe der nächsten Woche sollen die genauen Ergebnisse der nun entnommenen Proben vorliegen.
Laut Loew bilde sich durch die Cyanobakterien ein "schleimiger Film". Dieser würde meist nur "sehr örtlich" und im flachen Bereich auftreten. Der Rest des Badeteichs sei nicht betroffen. Hier könne weiterhin geplanscht werden.
Grundsätzlich solle man aber nie dort baden, wo man die eigenen Füße aufgrund von grün-bläulicher Trübung nicht mehr sehen könne, rät die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).
Besonders für Hundebesitzer ist Vorsicht geboten. Die Toxine der Cyanobakterien können für die Vierbeiner tödlich sein. Oft werden die Gifte von den Tieren durch das Fressen von Algenresten am Ufer aufgenommen. Des Weiteren können die Toxine auch am Fell hängen bleiben. Bei der Fellpflege können die Hunde sie dann abschlecken und so zu Tode kommen.
Bei Menschen kann es zu Übelkeit, Fieber, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlägen, Kollaps oder Lähmungserscheinungen kommen. Meist durch die Aufnahme größerer Wassermengen durch den Mund oder Atemwege. In besonders schweren Fällen kann dies auch zu Magen-Darm-Entzündungen, Atemwegserkrankungen und Leberschäden führen