Terror-Fall landet vor OGH

15 Jahre für Beran A. – Justiz fordert höhere Strafe

Das Terror-Urteil gegen Beran A. ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung gehen nun gegen die Haftstrafe vor.
Newsdesk Heute
03.06.2026, 15:27
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Im Fall der vereitelten Anschlagspläne auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien geht der Rechtsstreit in die nächste Runde. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung haben nach den Urteilen gegen die beiden Angeklagten Rechtsmittel eingelegt.

Wie die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte, wurde gegen die Strafhöhe von Beran A. und Arda K. Berufung angemeldet. Die beiden Männer waren vergangene Woche am Landesgericht Wiener Neustadt zu 15 beziehungsweise zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

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Höhere Bestrafung angestrebt

Die Anklagebehörde hält die ausgesprochenen Strafen offenbar für zu niedrig und strebt eine höhere Bestrafung an. "Wir haben Strafberufung angemeldet", sagte Behördensprecherin Nina Bussek.

Auch die Verteidiger der beiden Verurteilten gehen gegen das Urteil vor. Laut Gerichtssprecher Hans Barwitzius wurden sowohl Nichtigkeitsbeschwerden als auch Berufungen gegen die Strafhöhe eingebracht.

OGH-Entscheidung im Herbst

Damit wird sich nun zunächst der Oberste Gerichtshof (OGH) mit dem Fall befassen. Eine Entscheidung ist voraussichtlich frühestens im Herbst zu erwarten.

Beran A. und Arda K. waren nach einer mehrtägigen Geschworenenverhandlung schuldig gesprochen worden, gemeinsam mit dem Bekannten Hasan E. ein auf Terroranschläge ausgerichtetes Netzwerk der Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) gebildet zu haben.

Anschläge im Ausland geplant

Nach den Feststellungen des Gerichts sollen die drei bereits im Herbst 2023 so weit radikalisiert gewesen sein, dass sie Anschläge im Ausland planten. Für den 11. März 2024 seien zeitgleiche Attacken an drei unterschiedlichen Orten vorgesehen gewesen.

Während Beran A. und Arda K. nach Dubai beziehungsweise Istanbul reisten und dort Waffen beschaffen wollten, kehrten sie letztlich ohne Anschlag nach Österreich zurück.

Hasan E. setzte seine Pläne hingegen um. Er kaufte laut den Feststellungen auf einem Obst- und Gemüsemarkt in Mekka ein Messer und griff damit vor der Al-Harām-Moschee mehrere Menschen an. Ein Wachmann wurde dabei am Hals verletzt, vier weitere Personen erlitten ebenfalls Verletzungen. Alle fünf Opfer überlebten. Hasan E. befindet sich seither in Saudi-Arabien in Haft.

Beran A. verfolgte laut Urteil auch nach seiner Rückkehr nach Österreich weiterhin terroristische Ziele. Nachdem Versuche gescheitert waren, an Schusswaffen zu gelangen oder Sprengstoff herzustellen, soll er geplant haben, am 9. August 2024 mit einem Auto in eine Menschenmenge vor dem Ernst-Happel-Stadion zu rasen und möglichst viele Fans von Taylor Swift zu töten. Zwei Tage vor dem geplanten Anschlag wurde er festgenommen.

Arda K. verhielt sich laut den Feststellungen nach seiner Rückkehr aus dem Ausland hingegen unauffällig. Er wurde erst im April 2025 im Zuge der Ermittlungen gegen Beran A. festgenommen.

Verurteilt wurden die beiden unter anderem wegen terroristischer Straftaten in Verbindung mit Beteiligung am versuchten Mord, Reisen und Ausbildung für terroristische Zwecke, terroristischer Vereinigung sowie krimineller Organisation.

Ermittlungen abgeschlossen

Nach Angaben der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) ist die strafrechtliche Aufarbeitung der Swift-Anschlagspläne inzwischen abgeschlossen. Derzeit seien keine weiteren Ermittlungen in diesem Zusammenhang offen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 03.06.2026, 15:27
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