Terror-Prozess

"Habe Großes vor!" Zeugen belasten Swift-Attentäter

Im Prozess um den verhinderten Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert sagten Zeugen jetzt belastend gegen Beran A. aus.
Österreich Heute
21.05.2026, 16:37
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Im Prozess um den mutmaßlich verhinderten Terroranschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien haben Zeugen den Hauptangeklagten Beran A. schwer belastet. Mehrere Bekannte berichteten am Donnerstag vor Gericht, der junge Mann habe immer wieder angekündigt, er habe "Großes" vor – das berichtet der ORF.

Besonders brisant: Ein ehemaliger Freund widersprach mehreren Aussagen des Angeklagten. Beran A. hatte zuvor behauptet, seinen Freund gewarnt zu haben, nicht zum Konzert zu gehen. "Daran kann ich mich nicht erinnern", sagte der Zeuge Luca K. vor Gericht.

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Der 19-Jährige hätte beim Konzert im Ernst-Happel-Stadion beim Bühnenaufbau und Abbau gearbeitet. Er habe Beran A. sogar gefragt, ob er dort ebenfalls arbeiten wolle. Dieser habe aber abgelehnt.

Luca K. galt nach Bekanntwerden der Terrorpläne zunächst selbst als möglicher Komplize. Eine Beteiligung an den Anschlagsplänen konnte ihm jedoch nicht nachgewiesen werden. Wegen anderer Delikte wurde er bereits im Vorjahr zu Haftstrafen verurteilt und sitzt seit August 2024 im Gefängnis.

"Du wirst es erfahren"

Ein weiterer Bekannter schilderte vor Gericht, Beran A. habe in den Wochen vor den geplanten Konzerten immer wieder angedeutet, etwas Großes zu planen. Auf Nachfragen habe er laut ORF nur gesagt: "Du wirst es erfahren." Radikale Aussagen habe es öfter gegeben, "aber man hat ihn halt nicht ernst genommen."

Im Prozess geht es nicht nur um die verhinderten Anschlagspläne rund um das Taylor-Swift-Konzert. Auch ein Anschlag in Mekka ist Thema. Die Angeklagten sollen einen ehemaligen Schulfreund zu dem Terrorakt angestiftet haben. Beide weisen das zurück.

Drogen genommen, IS-Pickerl verteilt

Laut Zeugenaussagen habe sich Beran A. nach einem Aufenthalt in Dubai verändert. Er soll oft Drogen genommen und IS-Sticker verteilt haben. Außerdem schrieb er einem Bekannten: "Ich habe Waffen besorgt."

Auch eine Autofahrt mit einem Messer mit IS-Symbol wurde vor Gericht erwähnt. Ebenso ein Vorfall, bei dem mehrere junge Männer mit Sturmhauben maskiert durch einen Zug gelaufen sein sollen.

Am Nachmittag wurde auch die Ex-Freundin von Beran A. als Zeugin befragt. Für diesen Teil schloss das Gericht die Öffentlichkeit aus, da es um den höchstpersönlichen Lebensbereich ging.

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