Es sollte eine Mega-Show des US-amerikanischen Superstars Taylor Swift im Sommer 2024 werden. Ganze drei Konzerte sollte die Pop-Sängerin für 170.000 Fans im Wiener Ernst-Happel-Stadion spielen. Doch eine Terror-Ermittlung führte zu ersatzlosen Absagen.
Der damals 19-jährige Beran A. (21) wurde in seinem Kinderzimmer im niederösterreichischen Ternitz festgenommen. Auf die Spur des gläubigen Muslims kamen die heimischen Behörden durch Hinweise des US-Geheimdienstes CIA. Er soll bei dem Konzert ein Blutbad geplant haben.
Demnach soll der junge Mann geplant haben, mit seinem Auto mehrere Fans vor dem Stadion zu überfahren. Auch einen Sprengsatz habe er zünden wollen. Zudem habe er auch vorgehabt, Personen mit einem Messer anzugreifen. Es soll wohl nicht der erste Anschlag gewesen sein, den Beran A. geplant hatte.
Laut Ermittlern wollte Beran A. bereits im Februar 2024 in Dubai zeitgleich mit den Gleichgesinnten Hasan E. in Saudi-Arabien und Arda K. in Istanbul zuschlagen. Während E. in Mekka ein Blutbad anrichtete, festgenommen wurde und seither dort in Haft sitzt, bekamen es die anderen beiden wohl mit der Angst zu tun und reisten zurück nach Österreich.
Für die beiden geplanten Anschläge muss sich Beran A. ab Dienstag vor dem Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Im Zuge der Verhandlung sollen auch einige brisante Kontakte des nun 21-Jährigen aus Deutschland aussagen. Diese sollen auch eine Rolle bei seinen Anschlagsplänen auf das Swift-Konzert gespielt haben.
Im Zuge der Festnahme fanden Cobra-Beamte im Garten seines Elternhauses und im Kühlschrank Sprengstoff-Experimente. Auch literweise Aceton und Säure sowie Zünder und eine Redbull-Dose als Bomben-Hülle wurden sichergestellt. Bei der Herstellung soll ihm ein 16-jähriger Syrer aus Frankfurt (Oder) geholfen haben, berichtet die "Bild".
Die beiden IS-Sympathisanten hatten sich demnach im Juli 2024 über TikTok kennengelernt. Auch bei seinem IS-Treueeid soll der 16-Jährige den Österreicher mit mazedonisch-albanischen Wurzeln unterstützt haben. Laut den Dokumenten aus der BKA-Vernehmung des Syrers, der im August 2025 verurteilt wurde, sollen dieser und Beran A. über einen Terror-Doppelschlag in Deutschland und Österreich fantasiert haben.
Der 16-Jährige soll laut dem "Bild"-Bericht am 19. Mai gegen den beschuldigten Swift-Attentäter aussagen. Neben dem jungen Syrer soll noch ein anderer deutscher Kontakt von Beran A. zu Wort kommen. Dabei handle es sich um die 19-jährige Nahri G. aus Bremen.
Sie und Beran A. sollen nach islamischem Recht verheiratet sein. Des Weiteren soll auch sie eine Leidenschaft für Tötungsfantasien haben. "Menschen töten macht Spaß. Will alle abschlachten einfach und abschießen", wird sie von der "Bild" zitiert. Sie wurde bereits in Wien zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt.
Im Falle einer Verurteilung drohen Beran A. nun bis zu 20 Jahre Haft. Für den 21-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.