Im Sommer 2024 fieberte ganz Wien einem dreitägigen Swift-Spektakel entgegen, 170.000 Pop-Fans erwarteten den US-Superstar. Doch Stunden vor dem Start beendeten Terror-Ermittlungen am 7. August ihren Show-Traum abrupt, die Konzerte wurden ersatzlos abgesagt – das Land stand unter Schock.
Der damals 19-jährige Metaller-Lehrling Beran A. (21) aus Ternitz (NÖ) soll vorgehabt haben, mit seinem Auto und einer Machete ein Blutbad anzurichten. Die Cobra fand im Garten seines Elternhauses und im Kühlschrank Sprengstoff-Experimente, stellte literweise Aceton und Säure sowie Zünder und eine Redbull-Dose als Bomben-Hülle sicher. Der Verdächtige wurde im Kinderzimmer gefasst.
Später kam heraus: Das Happel-Stadion war wohl nicht das erste Ziel des gefährlichen IS-Fanatikers, der seinen IS-Treueschwur im Internet verbreitet hatte. Laut Ermittlern wollte Beran A. in Dubai zeitgleich mit den Gleichgesinnten Hasan E. in Saudi-Arabien und Arda K. in Istanbul zuschlagen.
Während E. in Mekka ein Blutbad anrichtete und seither dort im Kerker schmort, schreckten die anderen beiden zurück ("Ich traue mich zu stechen, aber noch nicht zu sterben", schrieb Beran A.
"Ich überlege jetzt mit ein lkw irgendwo einzufahren (sic!)", schrieb er später an seinen Freund. Gemeinsam müssen sie sich nun ab 28. April vor dem Landesgericht Wiener Neustadt verantworten.
Ein riesiger Medienauflauf wird erwartet, Anwältin Anna Mair verteidigt, Beran A. drohen bis zu 20 Jahre Haft. Die Unschuldsvermutung gilt.