Die Rechtsvertreterin der Hafen Korneuburg Immobilien GmbH & Co KG hat am Handelsgericht in Wien einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens eingebracht, das bestätigte jetzt Günther Moser vom Österreichischen Verband Creditreform.
Bei der Antragstellerin handelt es sich um eine Immobilienprojektgesellschaft, die zum Konzern der SIGNA Development Selection AG zählt.
"Im Firmenbuch scheinen die Hafen Korneuburg Management GmbH als Komplementärin und die Hafen Korneuburg Holding GmbH sowie die Hafen Korneuburg Beteiligung GmbH & Co KG als Kommanditisten auf", heißt es.
Das Unternehmen hält Immobilienvermögen und sollte als Rechtsträgerin das Projekt "Hafen Korneuburg" entwickeln. Bei der Werft Korneuburg hätte ein neuer Stadtteil an der Donau entstehen sollen.
Auf einem 15 Hektar großen Areal wollte man einen lebenswerten Wohnraum für ca. 1.500 Menschen schaffen, das Gesamtinvestitionsvolumen wurde ursprünglich mit 500 Mio. Euro beziffert.
Die Umsetzung scheiterte dann nach dem Zusammenbruch des Firmenimperiums von René Benko. "Im Frühjahr 2025 hat man dann das Projektende endgültig besiegelt, da Stadt und Projektgesellschaft das beim Land eingereichte UVP – Verfahren zurückzogen. Der Gemeinderat erließ dann eine Bausperre. Die projektfinanzierende Bank stellte den Kredit fällig, Folge war die Insolvenzantragstellung", teilte Creditreform mit.
Die Verbindlichkeiten machen rund 40 Mio. Euro aus, von der Insolvenz sind zehn Gläubiger betroffen. Dienstnehmer werden keine beschäftigt.
Zum Ausblick heißt es: Eine Sanierung wird nicht angestrebt. Das Immobilienvermögen soll bestmöglich verwertet werden.