"Wir sind über diesen Angriff betroffen, verletzt und verärgert", schreibt die evangelische Glaubenskirche aus der Braunhubergasse in Wien-Simmering auf Facebook. Doch was war genau passiert?
Laut der Pfarre hätten unbekannte Täter versucht, die auf dem Dach befestigte Regenbogenfahne in Brand zu stecken. Es sei nicht der erste Anschlag auf die Fahne gewesen. Dennoch will man sich nicht verunsichern lassen. "Wir stehen weiterhin mutig und entschlossen für Vielfalt, Menschenwürde und Zusammenhalt", so die Botschaft der Kirche.
Für sie sei die Fahne ein Symbol für eben all diese Dinge. In der Gemeinde wäre jeder Mensch willkommen – "unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Lebensgeschichte oder sozialem Hintergrund". Man sei davon überzeugt, dass alle Menschen von Gott gewollt und mit derselben Würde ausgestattet sind.
Die Glaubenskirche betont, dass die Regenbogenfahne in jedem weiterhin auf der Kirche wehen wird. Man werde sich nicht einschüchtern lassen. Wer versuchen sollte, die Fahne zu zerstören oder sie anzuzünden, der "greift nicht nur ein Stück Stoff an".
Damit würde man auch "Offenheit, Vielfalt und das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Menschen" attackieren, betont die Pfarre. "Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen, zunehmender Polarisierung und wachsender Aggressivität möchten wir als christliche Gemeinde bewusst ein anderes Zeichen setzen: ein Zeichen der Hoffnung statt der Angst, des Respekts statt der Ausgrenzung und des Miteinanders statt der Feindseligkeit", so die Kirche.