Bei einer groß angelegten Schwerpunktaktion hat die Gruppe Sofortmaßnahmen gemeinsam mit mehreren Behörden gleich mehrere Betriebe in Wien unter die Lupe genommen. Mit dabei: Marktamt (MA 59), AMS, Zollamt Österreich und die Wiener Polizei.
Wie "Heute" berichtete, lag der Fokus auf illegalem Shisha-Tabak – und was die Einsatzkräfte fanden, hatte es in sich. In zwei Lokalen in Ottakring und Rudolfsheim-Fünfhaus stießen die Beamten auf regelrechte Produktionsstätten.
Vor Ort wurde Shisha-Tabak illegal gemischt und verpackt – offenbar professionell organisiert. Die Bilanz: 80 Kilogramm Tabak wurden sichergestellt. Zusätzlich fanden die Einsatzkräfte große Mengen an Melasse (für den Geschmack), ein Vakuumiergerät sowie umfangreiches Verpackungsmaterial.
Besonders brisant: In einem Keller entdeckten die Behörden zwei Propangasflaschen, die für die Herstellung genutzt wurden. Doch das war nicht alles – die Ventile waren geöffnet, Gas trat bereits aus! Eine Situation, die schnell zur Katastrophe hätte führen können. Die Gefahr betraf nicht nur die Einsatzkräfte und Gäste, sondern auch die Bewohner des gesamten Hauses.
Neben den illegalen Tabakfunden gab es weitere Konsequenzen: Mehrere Anzeigen wegen Verstößen gegen die Gewerbeordnung wurden festgestellt. Mitarbeiter des AMS, die ebenfalls vor Ort waren, kontrollierten zudem fünf Arbeiter, ob diese vielleicht Arbeitslosengeld bezogen. In einem Fall flog dadurch ein Schwarzarbeiter auf.
"Illegale Produktionsstätten in Kellern mit hochriskanten Manipulationen an Gasanlagen untergraben nicht nur den fairen Wettbewerb, sondern setzen vor allem Menschenleben aufs Spiel. Damit ist eine klare Grenze überschritten. Die Stadt Wien wird hier auch weiterhin einen Schwerpunkt setzen und mit voller Entschlossenheit durchgreifen", betont Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen.