Die Schrift an der Tür lässt diesen Wiener Familien keine Ruhe. "Unsere Türe markierte er mit einem Todesstern", erzählt eine Bewohnerin. Im Stiegenhaus ist die Aufschrift in großen Buchstaben für alle sichtbar. Die Lage eskaliert.
Seit Monaten, so schildern mehrere Hausparteien gegenüber "Heute", würden sie von einem Nachbarn terrorisiert. Brisant: Er ist der Sohn eines bekannten Lokalpolitikers. Der Mann soll Bewohner bedroht und Feuer im Gebäude gelegt haben. Die Botschaften, die er auf Mauern und Türen schreibt, jagen ihnen zusätzliche Angst ein.
Vor rund einem Monat wurde der Mann, er ist knapp 30 Jahre alt, delogiert. Die Bewohner hofften auf ein Ende des Albtraums. Doch die Erleichterung hielt nicht lange an.
"Wir dachten, es kommt endlich Ruhe ins Haus", sagt die junge Mutter Antonia S. zu "Heute". Vergangene Woche sei der Mann jedoch wieder aufgetaucht. Laut der Bewohnerin habe er um 3.47 Uhr in der Nacht auf Donnerstag versucht, ins Haus zu gelangen und dabei das Glas der Eingangstür zerstört.
Auch sie selbst sei bedroht worden. "Er hat mir direkt Gewalt angedroht und mich wüst beschimpft. Ich habe wirklich Angst."
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
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Nach Informationen von "Heute" leidet der Mann an einer psychischen Erkrankung. Auch deshalb wahrt die Redaktion die Anonymität aller Beteiligten. Laut Nachbarn lehne der Mann professionelle Hilfe ab.
Auch Stefan K., ein weiterer Bewohner, berichtet von massiver Angst. "Der Mann stalkt mich weiter." K. wollte Hilfe organisieren, rief bei mehreren Hilfsorganisationen an. "Ich höre immer nur, es muss zuerst etwas Schlimmes geschehen, bevor jemand einschreiten kann."
Besonders belastend sei eine Todesdrohung gewesen. "Auch mir hat er gesagt, er sticht mich ab." Aus Angst sei seine Familie neun Tage lang woanders hingezogen.
Nach dem jüngsten Vorfall erstattete er Anzeige. "Ich wache in der Nacht bei jedem Geräusch mit Herzpumpern auf", sagt er. Für ihn bleibt vor allem eine Frage offen: "Wieso hilft denn niemand? Wir brauchen Hilfe, der Mann auch!“