Verstopfte, rinnende Nase, juckende Augen, Niesanfälle, bei manchen sogar Atemprobleme: Das will niemand haben. Aber wenn du zu den Allergikern gehörst, solltest du dich in den nächsten Tagen auf Beschwerden gefasst machen – die Pollenzeit beginnt.
Laut ORF-Wetterredaktion könne man ab Mittwoch sonniges und recht mildes Wetter erwarten. Wie der Österreichische Polleninformationsdienst "ORF NÖ" mitgeteilt hätte, würden damit die Pollenkonzentrationen in ganz Österreich beträchtlich ansteigen.
Besonders die Pollen von Hasel und Erle würden dann für starke Belastungen sorgen – "ORF NÖ" berichtete.
Die heimischen Strauchhaseln sind startklar zum Blühen – von den Niederungen bis in die mittleren Lagen des Waldviertels und der Kalkalpen. Auch Baumhaseln, die in Parks und Gärten stehen, blühen schon.
Grau-Erlen und Schwarz-Erlen sind ebenfalls zum Blühen bereit. Derzeit ist es vor allem die Grau-Erle, die Pollen freisetzt, heißt es. Sie wächst besonders gerne in der Nähe von Gewässern, zum Beispiel in Auwäldern oder entlang von Flüssen und Bächen.
In den letzten Wochen haben Kälte, Regen und Schnee die Entwicklung von Hasel und Erle noch abgebremst. Jetzt ist aber damit zu rechnen, dass beide Sträucher fast gleichzeitig stärker Pollen abgeben. Das macht es für Allergiker besonders unangenehm, weil es zu Kreuzreaktionen kommen kann.
Die Kreuzreaktionen sind auch die Ursache dafür, warum Personen mit Birkenallergie bereits jetzt Beschwerden verspüren können. Die Polleninformation empfiehlt, vor allem bei Aktivitäten im Freien gute Vorbereitungen zu treffen.
Prim. Dr. Brigitte Menzel (Oberpullendorf-Burgenland) und Prim. Dr. Walter Kratochwil (Niederösterreich), ärztliche Leiter der Ambulatorien, erklären: "Bei starker Pollenbelastung sollten Beschwerden ernst genommen und rasch abgeklärt werden." In Niederösterreich gibt es zwei Allergie-Ambulatorien: in Wiener Neustadt und in St. Pölten.