Ruhe vor dem Sturm

"Es tut uns leid" – DAS müssen Allergiker jetzt wissen

Nach dem ungewöhnlich schwachen Pollenjahr 2025 warnen Experten von der MedUni Wien vor einer deutlich intensiveren Saison.
Heute Life
29.01.2026, 08:44
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Allergiker konnten im Jahr 2025 durchatmen, doch das soll sich heuer ändern. Die Pollensaison 2026 kündigt sich mit Verzögerung an, hat es aber in sich: Vor allem die Frühblüher Hasel, Erle und Birke stehen laut Pollenservice der MedUni Wien vor einer intensiveren Saison als im Vorjahr.

Die Pollensaison 2025 verlief für viele Hauptallergene durchschnittlich bis unterdurchschnittlich. Besonders die Birke schrieb mit einer der schwächsten Saisonen der letzten 50 Jahre und einem neuen Tiefstwert im April Geschichte. Auch Hasel, Beifuß und Ragweed blieben unter dem Erwartungswert.

Hasel mit Nachholbedarf – und voller Kätzchen

Für 2026 zeichnet sich jedoch schon jetzt eine deutlich intensivere Saison ab - und diese könnte schon sehr bald losgehen, wie das Pollenpaar Katharina und Maximilian Bastl auf Instagram warnen. "Es tut uns leid, aber ...", kündigen sie in einem Video an. Die Hasel sei bereits blühbereit und insbesondere die in Städten häufig gepflanzte Baumhasel zeige einen überdurchschnittlich starken Besatz mit Kätzchen. Das bedeutet: viel Pollenpotenzial.

"Die Haselpollensaison hat das Potenzial intensiver zu werden, zumindest intensiver als letztes Jahr", erklärt Katharina Bastl vom Pollenservice Wien der MedUni Wien. Während erste Haselkätzchen zwar schon blühbereit sind, verzögert sich der Start der Blüte jedoch durch den kühlen Winter. Sobald sonnige Tage mit Temperaturen ab fünf Grad einsetzen, kann es dann rasch losgehen.

„Die Pollenkonzentrationen sind in unmittelbarer Nähe zur Quelle um ein Vielfaches höher.“

Selbst die Augen offen zu halten, ist äußerst sinnvoll wie Maximilian Bastl vom Pollenservice Wien der MedUni Wien empfiehlt: "Blühende Pflanzen zu erkennen und die Nähe zu meiden, ist ein großer Vorteil. Die Pollenkonzentrationen sind in unmittelbarer Nähe zur Quelle um ein Vielfaches höher."

Erlen: Frühstarter mit Tücken

Komplex zeigt sich die Situation bei der Erle. Während die Purpurerle – ein robuster Stadtbaum – bereits seit Weihnachten blühte und nun abklingt, stehen Grau- und Schwarzerle noch bevor. Diese sorgen meist ab Februar für relevanten Pollenflug. Besonders in Auenlandschaften und entlang der Donau kann die Belastung rasch steigen.

"Wer auf Erlenpollen allergisch reagiert, sollte Spaziergänge in diesen Gebieten möglichst meiden", rät Maximilian Bastl.

Birke: Vom Tiefstwert zum Höhenflug?

Nach dem pollenarmen Jahr 2025 deutet auch bei der Birke vieles auf eine Gegenbewegung hin. Die Bäume tragen heuer deutlich mehr männliche Blühstände. Ob sich dieses Potenzial voll entfaltet, hängt jedoch stark vom Wetter während der Blüte ab. Trockenes, warmes Frühlingswetter könnte die Belastung massiv erhöhen.

Kreuzallergien im Blick behalten

Hasel, Erle und Birke gehören zur selben Pflanzenfamilie – ihre Pollen sind kreuzreaktiv. Für Allergikerinnen und Allergiker kann das bedeuten: eine längere, insgesamt intensivere Leidenszeit. Zusätzlich sind Kreuzreaktionen mit bestimmten Lebensmitteln möglich, etwa mit Nüssen, Äpfeln oder Karotten.

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