Pollenwarndienst mit zweithöchster Allergie-Warnung

Die Samenfasern der Pappeln (Populus) fliegen aktuell in Unmengen umher und sehen aus wie dicke weiße Schneeflocken.
Die Samenfasern der Pappeln (Populus) fliegen aktuell in Unmengen umher und sehen aus wie dicke weiße Schneeflocken.Julian Stratenschulte / dpa / picturedesk.com
Österreichweit haben es Allergiker derzeit schwer. Das Risiko einer Pollenallergie liegt laut Warndienst auf Stufe 3 der vierteiligen Pollen-Skala.

Die Intensität des Pollenfluges sämtlicher Allergene, Wetterparameter und chemische Wetterdaten fließen in die Bewertung des Pollenwarndienstes bei der Bewertungdes Allergierisikos ein. Anhand dieser Faktoren wird eine Allergiewarnung auf der vierstufigen Skala ausgegeben – und die steht für die meisten Regionen im Land auf Stufe 3. Angeheizt wird die Situation durch das derzeit heiße Wetter, womit "auch weiterhin hohe Belastungen für Pollenallergiker*innen erwartet" werden.

Kurzfristige Entlastungen könnten nur einige Regenschauer am Samstag im Westen des Landes bringen. Dennoch gebe es überall weiterhin hohe Belastungen durch Gräserpollen, auch durch die Vollblüte beim Weidelgras. "Personen, die auf Gräserpollen sensibilisiert sind, sollten das Umfeld von frisch gemähten Wiesen meiden, da es hier zu einer hohen Belastung durch freies Allergen kommen kann", so der Pollenwarndienst.

Pollenflug beobachtbar

Belastungen gebe es auch noch durch Knäuelgräser, Rispengräser, Schwingel, Glatt- und Goldhafer sowie Ampfer und Wegerich sowie in Bergen die Grünerle. Beobachtbar ist auch der Flug der Pappelwolle, die sich wie dichter Schnee auf Wiesen legt. Von der Pappelwolle geht aber nach Einschätzung der Experten kaum Allergiegefahr aus – vielmehr tritt der Flug gemeinsam mit dem Pollenflug der Gräser auf, der sich unangenehm äußern kann. 

Keine Überschreitungen gibt es dagegen momentan beim Ozon. Ab einem gemessenen Einstundenwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wird die Ozon-Informationsschwelle überschritten, ab 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft als Einstundenwert liegt man über der Alarmschwelle. Dies kann zur Reizungen der Schleimhäute und zu Atembeschwerden führen. Aktuell liegen die Werte zwischen 160 in Oberösterreich und Salzburg sowie 124 im Lungau.

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