Knalleffekt in Deutschland

500 Jobs weg! Autobauer Porsche schließt drei Werke

Porsche schließt drei Werke und baut über 500 Stellen ab. Der Autobauer setzt auf sein Kerngeschäft und zieht sich aus Nebenbereichen zurück.
Newsdesk Heute
08.05.2026, 16:45
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Der Luxusautobauer Porsche aus Stuttgart sperrt drei seiner Werke zu und baut mehr als 500 Jobs ab. Das Unternehmen hat im Rahmen seiner "strategischen Neuausrichtung" weitere Schritte gesetzt und beschlossen, die drei Tochterfirmen Cellforce, Porsche eBike Performance und Cetitec nicht weiterzuführen, wie es am Freitag in einer Aussendung hieß. Insgesamt sind davon "mehr als 500 Mitarbeiter betroffen".

"Porsche muss sich wieder auf sein Kerngeschäft fokussieren", erklärte Firmenchef Michael Leiters. Das sei die unabdingbare Grundlage für eine erfolgreiche strategische Neuausrichtung und zwinge den Autobauer "zu schmerzhaften Einschnitten".

Das Batteriezellenwerk Cellforce Group mit Sitz im baden-württembergischen Kirchentellinsfurt wird im Zuge der Neuausrichtung von Porsche geschlossen. Geplant ist eine "technologieoffene Antriebsstrategie". Von der Schließung sind rund 50 Mitarbeiter betroffen.

Porsche eBike Performance mit Standorten in Ottobrunn und Zagreb stellt die Entwicklung von Antriebssystemen für E-Bikes ein, davon sind 350 Menschen betroffen. Auch die Softwareschmiede Cetitec aus Pforzheim und Kroatien sperrt zu, wovon 90 Mitarbeiter betroffen sind.

Weltweit arbeiten rund 42.000 Menschen für Porsche. Bereits Anfang 2025 hatte das Unternehmen angekündigt, 1.900 Stellen abbauen zu wollen. Damals war das Ziel, bis 2029 rund 15 Prozent der Belegschaft einzusparen. Kürzlich gab Porsche bekannt, aus dem Joint Venture für die Luxusmarke Bugatti mit dem kroatischen Hersteller Rimac auszusteigen.

Der deutsche Luxusautobauer steckt seit Jahren in einer schwierigen Lage. Die hohen Investitionen in die Entwicklung von E-Autos bringen oft nicht den gewünschten Erfolg, außerdem leidet Porsche besonders unter den von US-Präsident Donald Trump eingeführten Zöllen. Auch das Geschäft in China schwächelt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 08.05.2026, 16:45
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