Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Vorstandschef Michael Leiters will seinen Sanierungskurs deutlich verschärfen und prüft dabei sogar eine Verkleinerung des Vorstands.
Auch die Zusammenlegung von Ressorts ist im Gespräch. Laut Informationen aus Managementkreisen könnten etwa das Produktionsressort und die Beschaffung zusammengeführt werden.
Wie heise.de berichtet, wird der Umbau mindestens zwei harte Jahre dauern. Der Hintergrund: 2025 verkaufte Porsche nur noch rund 280.000 Fahrzeuge - das sind 30.000 weniger als im Vorjahr.
Damit rückt Leiters vom Kurs seines Vorgängers Oliver Blume ab. Der heutige VW-Konzernchef hatte Porsche auf deutlich höhere Stückzahlen ausgerichtet. Die Planungen sahen 350.000 bis 400.000 Fahrzeuge pro Jahr vor - diese Ziele wurden klar verfehlt.
Rückläufige Geschäfte vor allem in China belasten den Luxushersteller schwer. Die Konzernstrukturen sollen nun so aufgestellt werden, dass Porsche auch bei weniger produzierten Fahrzeugen gute Gewinne erzielt.
Die Sparrunde trifft auch die Mitarbeiter: Die Prämie für 2025 wurde gestrichen. Selbst der Vorstand erhielt keinen Jahresbonus. Derzeit verhandelt Leiters mit dem Betriebsrat über ein weiteres Sparpaket.