Post schreibt Betrieb neu aus

Postsportplatz vor Neustart – 70 % bleiben gemeinnützig

Die Österreichische Post hat die Ausschreibung für den Betrieb des Postsportplatzes im 17. Bezirk gestartet.
Wien Heute
02.07.2026, 16:32
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Nach monatelangen Diskussionen und Spekulationen über die Zukunft des traditionsreichen Postsportplatzes in Wien-Hernals gibt es jetzt Klarheit: Die Österreichische Post hat offiziell die Ausschreibung für den künftigen Betrieb der Sportanlagen gestartet – und verspricht gleichzeitig, dass der gemeinnützige Vereins- und Schulsport im bisherigen Umfang erhalten bleibt.

Hintergrund ist das Auslaufen des Pachtvertrags mit dem Post SV Ende 2027. Als teilstaatliches Unternehmen ist die Österreichische Post gesetzlich verpflichtet, den zukünftigen Betrieb der Sportanlagen in einem transparenten und öffentlichen Vergabeverfahren neu auszuschreiben.

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70 % bleiben für Schulsport

Für tausende Sportlerinnen und Sportler in Wien ist vor allem eine Botschaft entscheidend: Rund 70 Prozent des gesamten Sportangebots bleiben dem gemeinnützigen Vereins- und Schulsport vorbehalten. Betroffen sind unter anderem Fußball, Tennis, Landhockey, Volleyball, Basketball, Handball und Minigolf. Ein kommerzieller Betrieb dieser Flächen ist ausdrücklich ausgeschlossen.

Die Ausschreibung umfasst insgesamt drei Bereiche: den gemeinnützigen Vereins- und Schulsport inklusive Mehrzweckhalle, den Betrieb der Tennis- und Beachvolleyballanlagen sowie den Betrieb der bestehenden Tennishalle. Für die Halle können Interessenten auch neue Sportkonzepte einreichen – vorausgesetzt, diese werden von der Stadt Wien genehmigt.

Verhandlungen bis Februar 2027

Das Vergabeverfahren läuft in zwei Stufen: Bis Ende August 2026 müssen Bewerber ihre fachliche Eignung nachweisen. Anschließend folgt von September 2026 bis voraussichtlich Februar 2027 die Phase der konkreten Betriebskonzepte, Präsentationen und Verhandlungen.

Die Österreichische Post lädt ausdrücklich alle Interessenten zur Teilnahme ein – auch den bisherigen Pächter Post SV. Bewerbungen sind sowohl für einzelne Bereiche als auch für das gesamte Areal möglich.

Info-Veranstaltung und Gespräche

Die Bewertung der eingereichten Konzepte erfolgt mit Unterstützung externer Experten. Darüber hinaus sollen öffentliche Stellen wie der Bezirk Hernals und die Stadt Wien eingeladen werden, an der Beurteilung der Sportkonzepte mitzuwirken.

Unabhängig von der Ausschreibung plant die Österreichische Post gemeinsam mit der Stadt Wien und dem Bezirk Hernals für Anfang Oktober eine Informationsveranstaltung zur weiteren Quartiersentwicklung. Auch persönliche Gesprächstermine für Anrainer und Sportler sollen angeboten werden.

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