Neue Maßnahmen

Ampeln, Parkverbote – So werden Wiens Öffis schneller

Wien drückt aufs Öffi-Gas: Mit neuen Ampelschaltungen, Parkverboten und weniger Haltestellen sollen Busse und Straßenbahnen nun beschleunigt werden.
Wien Heute
02.07.2026, 11:00
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Busse und Straßenbahnen sollen in Wien künftig weniger Zeit im Stau verlieren. Dafür starten die Stadt Wien und die Wiener Linien das Beschleunigungsprogramm "Mehr Tempo für Bus und Bim". Erste Maßnahmen auf der Straßenbahnlinie D wurden bereits umgesetzt, weitere sind in Planung.

Bis zu 3 Minuten kürzere Fahrzeiten

Sechs von mehr als 20 geplanten Maßnahmen auf der Linie D sind bereits abgeschlossen. Nach Umsetzung des gesamten Pakets soll sich die Fahrzeit laut Stadt um bis zu drei Minuten pro Fahrtrichtung verkürzen. Gleichzeitig soll sich die Pünktlichkeit verbessern, wodurch sich auch Wartezeiten an den Haltestellen reduzieren.

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Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählen geänderte Ampelschaltungen. So wurde an der Kreuzung Canettistraße/Arsenalstraße die Ampel zugunsten der Straßenbahn angepasst. Laut Stadt bringt diese Änderung der Linie D insgesamt bis zu vier Minuten Zeitersparnis. Auch an der Kreuzung Heiligenstädter Straße/Sickenberggasse erhält die Straßenbahn früher Grün.

Sima: "Öffis maximal beschleunigen"

Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) sieht darin einen wichtigen Schritt: "Jede einzelne Minute, die wir durch bessere Ampelschaltungen oder eigene Fahrstreifen einsparen, ist ein Gewinn für die Öffi-Fahrgäste und ein wichtiger Schritt hin zu einer noch stärkeren, klimafreundlichen Mobilität in unserer Stadt. Wir nützen die historische Chance, dass alle Verkehrsagenden in einem Ressort gebündelt sind und wir dadurch zielgerichtet, mit kurzen Abstimmungswegen und umsetzungsstark agieren können. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Wiener Linien funktioniert sehr gut und gemeinsam werden wir die Öffis in dieser Legislaturperiode maximal beschleunigen."

Parkverbot, Schwellen, Abbiegespur

Bereits beschlossen sind weitere Maßnahmen. In der Prinz-Eugen-Straße soll ein Parkverbot dafür sorgen, dass Autos früher von den Straßenbahngleisen getrennt werden. Auf der Heiligenstädter Straße werden sogenannte Stuttgarter Schwellen installiert, damit Autos künftig neben und nicht mehr vor der Straßenbahn fahren.

Auch auf dem Ring sind Änderungen geplant. Am Kärntner Ring wird die Grünphase verlängert, sodass künftig zwei statt einer Straßenbahn pro Ampelphase passieren können. Zusätzlich soll eine eigene Rechtsabbiegespur verhindern, dass abbiegende Autos ausfahrende Straßenbahnen blockieren.

Station am Ring entfällt

Ab 13. Juli entfällt außerdem die Haltestelle Parlament für die Linien D, 1, 2 und 71. Die benachbarten Stationen "Ring, Volkstheater U" und "Rathausplatz, Burgtheater" seien deutlich stärker frequentiert und nur rund 200 Meter entfernt. Im Zuge der Änderung wird die Haltestelle "Ring, Volkstheater U" in "Parlament, U Volkstheater" umbenannt. Laut Stadt spart diese Maßnahme den Fahrgästen der Ringlinien mehr als 200.000 Stunden pro Jahr.

Auch auf der Linie O laufen bereits erste Beschleunigungsmaßnahmen. An der Kreuzung Landstraßer Gürtel/Fasangasse wurde ein neues Ampelprogramm in Betrieb genommen. Zusätzlich sollen markierte Parkplätze in der Radetzkystraße Behinderungen durch falsch abgestellte Fahrzeuge verhindern. Weitere Parkverbote und Änderungen an der Fahrbahn sind bereits beschlossen.

29 Linien werden überprüft

"Wer täglich mit Bus und Bim unterwegs ist, soll von einem schnellen und verlässlichen Angebot profitieren", so Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl. "Die ersten umgesetzten Maßnahmen bringen bereits spürbare Zeitgewinne für unsere Fahrgäste."

Mit der Offensive "Mehr Tempo für Bus und Bim" wollen Stadt und Wiener Linien insgesamt 29 Straßenbahn- und 135 Buslinien auf mögliche Beschleunigungen prüfen. Nach den Linien D und O sollen als Nächstes die Linie 6 sowie beim Bus die Linie 10A folgen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.07.2026, 11:00
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