Im größten innerstädtischen Stadterweiterungsgebiet Wiens beginnt die nächste Begrünungs-Offensive. Unter dem Motto "Raus aus dem Asphalt" wird das Nordbahnviertel in mehreren Etappen klimafit umgestaltet. Los geht es jetzt in der Ernst-Melchior-Gasse zwischen Jakov-Lind-Straße und Krakauer Straße sowie im angrenzenden Bereich Am Tabor.
Den Auftakt macht die Umgestaltung vor dem Gertrude-Fröhlich-Sandner-Schulcampus. Insgesamt werden 28 neue Bäume gepflanzt, 2.900 Quadratmeter Fläche entsiegelt und 1.300 Quadratmeter neue Grünflächen geschaffen.
Dazu kommen 26 neue Sitzplätze, 21 zusätzliche Radbügel sowie eine helle, wasserdurchlässige Pflasterung, die sich im Sommer weniger stark aufheizt: "Dazu kommen ein neues Wasserspiel für Kinder, Trinkhydranten und Nebelstelen, damit die Hitzetage gut zum Aushalten sind", erklärt Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) in einer Aussendung.
Neos-Mobilitäts- und Umweltsprecherin Angelika Pipal-Leixner verweist auf die Folgen des Klimawandels: "Die aktuellen Temperaturen zeigen deutlich, dass die Sommer immer länger und heißer werden. Die erste Hitzewelle gab es heuer schon im Mai. Das Begrünen, Kühlen und Entsiegeln von Straßen, Gassen und Plätzen sowie das Schaffen von hochwertigen öffentlichen Freiräumen mit hoher Aufenthaltsqualität sind daher unumgänglich."
Am Vorplatz des Gertrude-Fröhlich-Sandner-Schulcampus und in der Ernst-Melchior-Gasse werden besagte 28 neue Bäume in dem Bereich zwischen der Jakov-Lind-Straße und der Krakauer Straße sowie Am Tabor gepflanzt und sorgen für schattige Aufenthaltsbereiche. Die bestehenden Baumscheiben werden miteinander verbunden und dadurch vergrößert.
Bezirksvorsteher Alexander Nikolai (SPÖ) begrüßt das Projekt: "Das Nordbahnviertel ist eines der dynamischsten Entwicklungsgebiete der Leopoldstadt. Mit der Umgestaltung der Ernst-Melchior-Gasse setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um das Grätzl noch lebenswerter, grüner und klimafitter zu machen." Die Bauarbeiten starten in diesen Tagen und sollen im Herbst abgeschlossen sein.