Die Wiener Stadtgärten starten Ende August mit einer völlig neuen Ausbildung und machen künftig aus Lehrlingen echte "Klimagärtner*innen". Ihr Auftrag: Die Stadt kühler, grüner und lebenswerter machen.
Ob Blumenbeete, Parks oder mächtige Alleen – schon heute kümmern sich rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Stadtgärten um das grüne Herz der Bundeshauptstadt. Doch ihre Aufgaben gehen weit über das Pflanzen von Blumen hinaus. Sie setzen Bäume, kontrollieren Spielplätze, pflegen Grünflächen und sorgen dafür, dass Wien sauber, attraktiv und klimafit bleibt.
Jetzt kommt ein neuer Beruf dazu: Klimagärtner sollen künftig gezielt Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels umsetzen und die Stadt auf die steigenden Temperaturen vorbereiten.
Die Ausbildung vermittelt praxisnah, wie versiegelte Flächen wieder begrünt, Dächer und Fassaden nachhaltig bepflanzt und mehr Schatten durch Bäume und Sträucher geschaffen werden können. Auch moderne Bewässerungskonzepte wie die Nutzung von Regenwasser stehen auf dem Lehrplan. Ziel ist es, Hitzeinseln in dicht bebauten Gebieten zu entschärfen und gleichzeitig neue Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere zu schaffen.
"Grünflächen und Bäume sind das bewährteste Mittel, um die Stadt kühler zu halten, wir haben uns deshalb dazu verpflichtet, mehr davon zu schaffen", sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).
Mit ihrer Hitzeschutz-Strategie setzt die Stadt auf mehr Wasser, mehr Schatten und mehr kühle Aufenthaltsorte. Die Wiener Stadtgärten leisten dazu einen entscheidenden Beitrag: Jedes Jahr werden im Schnitt rund 4.500 neue Bäume gepflanzt, während gleichzeitig mehr als 500.000 Stadtbäume gepflegt werden. Zwischen 2021 und 2025 entstanden zudem rund 576.767 Quadratmeter neue oder naturnah neugestaltete Park- und Grünanlagen, weitere Projekte sind bereits geplant.