Die Hitzewelle sorgt für einen Rekordverbrauch beim Trinkwasser. Die Stadt Wien reagiert deshalb mit ersten Sparmaßnahmen – und verzichtet vorerst sogar auf die Straßenwäsche.
Die MA 48 wird in den kommenden Tagen und Wochen auf den Einsatz von Waschfahrzeugen weitgehend verzichten. Die tägliche Straßenreinigung sei dadurch jedoch nicht gefährdet, betont man gegenüber "Heute". Denn diese erfolge überwiegend händisch und komme auch ohne Wasser aus.
"Das Straßenwaschen dient vor allem dazu, Verunreinigungen in die Rinnsale zu spülen und damit die Arbeit der Straßenkehrerinnen und Straßenkehrer zu erleichtern", heißt es von der MA 48. Für die reguläre Reinigung sei dieser Schritt aber nicht zwingend erforderlich.
Grundsätzlich verzichtet man in nächster Zeit auf Waschfahrzeuge "bis sich die Wetterlage und damit der allgemeine Wasserverbrauch wieder verändert bzw. normalisiert".
Allerdings: "Bei Verunreinigungen, die sich nicht ohne Wasser beseitigen lassen oder die hygienisch bedenklich werden könnten, werden wir trotz der aktuellen Lage punktuell Waschfahrzeuge im unbedingt erforderlichen Ausmaß einsetzen", erklärt die MA 48.
Aktuell liegt der tägliche Wasserverbrauch in Wien bei bis zu 580.000 Kubikmetern und damit rund 45 Prozent über dem Durchschnitt. Zwar sei die Versorgung mit Trinkwasser weiterhin gesichert, die Stadt setzt angesichts der extremen Wetterlage aber auf Vorsorge. Hintergrund sind mögliche Starkregen in den Quellgebieten in Niederösterreich und der Steiermark, die vorübergehend einzelne Quellen beeinträchtigen könnten.
Neben der Straßenwäsche wird auch die Bewässerung von Grünflächen eingeschränkt. Trinkbrunnen, Bäder und Wasserspielplätze bleiben hingegen weiterhin in Betrieb. Die Stadt appelliert zudem an die Bevölkerung, freiwillig Wasser zu sparen – etwa auf das Befüllen von Pools oder die Autowäsche vorübergehend zu verzichten.