Teuerster Deal Wiens

ÖBB wollen "Wien Mitte" um Rekordsumme kaufen

Das Einkaufszentrum Wien Mitte steht vor dem Eigentümerwechsel: Die ÖBB sollen das Objekt für über 600 Millionen Euro erwerben.
Newsdesk Heute
02.07.2026, 10:04
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Das Einkaufszentrum Wien Mitte, auch bekannt als The Mall, zählt zu den zentralsten Infrastrukturdrehscheiben der Stadt. Hier treffen S-Bahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen aufeinander, und in unmittelbarer Nähe liegen das Handelsgericht sowie der Stadtpark. Die Lage an der Landstraßer Hauptstraße im dritten Bezirk ist äußerst begehrt, zahlreiche Geschäfte, Banken und Cafés prägen das Umfeld.

Bisheriger Eigentümer ist eine Investorengruppe rund um Morgan Stanley Estate Investing, die das Einkaufszentrum 2015 übernommen hat. Nun stehen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) offenbar kurz davor, das Objekt zu erwerben. Die Verhandlungen mit der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH sind laut Brancheninsidern nahezu abgeschlossen.

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Wie diepresse.com berichtet, wird der Kaufpreis auf 600 bis 700 Millionen Euro geschätzt. Damit wäre es der teuerste Immobiliendeal in der Geschichte Wiens. Zum Vergleich: Der Bürokomplex Icon Vienna wechselte einst für 500 Millionen Euro den Besitzer, das Goldene Quartier für 458 Millionen Euro.

ÖBB setzen auf strategische Liegenschaften

Die ÖBB sehen im Erwerb von Wien Mitte eine gezielte Erweiterung ihres Immobilienportfolios. Die Staatsholding verwaltet bereits zahlreiche Liegenschaften an infrastrukturell wichtigen Standorten. Das Einkaufszentrum bietet 28.000 Quadratmeter Shopping- und 63.000 Quadratmeter Bürofläche, namhafte Mieter wie das Finanzamt, H&M, Spar und Wien Tourismus sind vertreten.

Die Mieteinnahmen sollen künftig den ÖBB zufließen und liegen Schätzungen zufolge zwischen 30 und 50 Millionen Euro pro Jahr. Laut Geschäftsberichten erzielte die Wien Mitte Immobilien GmbH 2025 einen Umsatz von 41,33 Millionen Euro. Die ÖBB-Immobilienmanagement GmbH gilt als größter Hausverwalter Österreichs und betreut neben eigenen auch weitere Unternehmensgebäude.

Von Geheimverhandlungen zur Rekordtransaktion

Offiziell kommentieren die ÖBB den Deal nicht. Ein Sprecher betonte jedoch: 'Die ÖBB prüfen laufend den gezielten Ankauf betriebskritischer und unternehmensnotwendiger Immobilien.' Die Strategie, Liegenschaften an bedeutenden Bahnknoten zu sichern, wird konsequent fortgesetzt. Nach der Vertragsunterzeichnung könnte es noch Monate bis zum endgültigen Closing dauern.

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