Gamerin mit Mord gedroht: Jetzt ermittelt die Polizei

Der deutschen Streamerin "Powny" wurde mit Mord gedroht, doch bei der Polizei blitzte sie ab. Nachdem sie den Fall öffentlich macht, reagiert man nun doch.
"Ich habe deine Adresse und werde dich vergewaltigen und anschließend in der Badewanne ertränken", schrieb ein Zuseher der 29-Jährigen, als sie vor wenigen Tagen eine Sendung auf der Plattform Twitch streamte. Geschockt war "Powny" aber nicht nur von der Drohung, sondern auch von der Reaktion der Polizei. Man habe sie nicht ernst genommen, schreibt sie auf Twitter.



"Ich wurde NULL ernst genommen, der Herr wirkte, als hätte er absolut keinen Bock", schildert Powny den Kontakt mit einem Polizisten der Polizei Bremen. Auch Sätze wie "Sie spielen Spiele im Internet? Na Sie müssen ja viel Zeit haben" und "Nun, sollte man sie tot in Ihrer Badewanne finden, was für Sie natürlich der schlechteste Ausgang wäre, haben wir zumindest einen Ermittlungshinweis" sollen gefallen sein.

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Im Internet war die Empörung auf die Reaktion groß, viele Nutzer sprachen der Streamerin ihre Unterstützung zu. Twitch selbst habe den Nutzer, der die bedrohliche Nachricht verfasst hatte, sofort gesperrt. Und nachdem die Causa immer weitere Kreise zog, gibt es nun auch Neuigkeiten von der Polizei. Eine Beamtin meldete sich bei ihr und lud sie zu einem neuen Termin für eine Aussage.



Wie Powny berichtet, sei der zweite Kontakt positiv verlaufen, die Anzeige werde ernst genommen. Deutsche Medien berichten zudem davon, dass gegen den Beamten, der Pownys Aussage zuerst aufgenommen hatte, ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde, das die Vorwürfe klären soll. Zudem soll der Prozess der Anzeigeaufnahmen von Straftaten im Internet überprüft werden.





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