Politik

Präsenzdiener sollen bald fast 1.000 Euro bekommen

ÖVP und Grüne planen aktuell, Grundwehr- und Zivildienern künftig fast 1.000 statt bisher 362 im Monat zu zahlen.

Leo Stempfl
Für den Grundwehrdienst soll es bald fast 1.000 Euro netto im Monat geben.
Für den Grundwehrdienst soll es bald fast 1.000 Euro netto im Monat geben.
Getty Images (Symbolbild)

Es wäre eine "Gehaltserhöhung", die sich sehen lassen könnte – und schon lange dringend notwendig wäre. Jeder Österreicher muss mit 18 Jahren entweder zum Bundesheer, sechs Monate Grundwehrdienst leisten, oder 9 Monate als Zivildiener gemeinnützige Tätigkeiten verrichten. Dafür bekommt man aktuell grundsätzlich 362 Euro im Monat.

Wie "Standard" und "Presse" nun berichten, soll sich das bald ändern. Eine Anhebung auf 978 Euro, also das Niveau der Mindestsicherung, sei angedacht. Dass man wortwörtlich "das Mindeste" zahle, sei nur angebracht, bestätigt der grüne Wehrsprecher David Stögmüller dem "Standard". Insbesondere angesichts des Einsatzes während der Corona-Krise und der fehlenden Inflationsanpassung sei eine Anpassung "nur fair".

Eine Bedingung

Grundsätzlich stehe der Umsetzung zudem nichts mehr im Wege. Die dafür notwendigen Stellen (Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und die für den Zivildienst zuständige Staatssekretärin Claudia Plakolm, beide ÖVP) seien sich grundsätzlich einig. Nur das grüne Licht des Finanzministeriums würde noch fehlen.

Die ÖVP hat dann aber doch noch eine Bedingung. Sie will das Budget des Bundesheeres bekanntlich auf 1,5 Prozent des BIPs aufstocken, eine umstrittene Forderung, die Milliarden Euro kostet. Im Gegenzug erwartet man sich hier ein "OK" der Grünen.

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    Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bei einer Übung des Bundesheeres. Zwölf Tage lang...
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    HBF/Gunter Pusch