Zemmour bei Massenschlägerei an der Hand verletzt

Symbolbild: Französischer Rettungswagen
Symbolbild: Französischer RettungswagenCARLA BERNHARDT / AFP / picturedesk.com
Beim Wahlkampfauftakt von Eric Zemmour, der sich im April der französischen Präsidentschaftswahl stellt, kam es Tumulten. 

Im April 2022 wählt Frankreich einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin. Neben Amtsinhaber Emmanuel Macron will auch der als Rechtsextreme eingestufte Publizist Eric Zemmour das höchste Amt im Staat inne haben. Zumindest sein Wahlkampfauftakt war jedoch bereits ein erster (Rück-) Schlag für den Politiker. Er und einiger seiner Teammitglieder wurden bei einer Schlägerei zum Start der Kampagne verletzt. 

15.000 begeisterte Anhänger waren in den Pariser Vorort Villepinte gekommen, um Zemmour zuzujubeln. Dort prangerte der rechte Autor, der sich nun als Politiker versucht, an, dass er von seinen Gegnern stets als "Faschist, Rassist und Frauenfeind" bezeichnet wird. Zugleich versprach er frei nach Donald Trump im Falle eines Wahlsieges, Frankreich wieder zu einem der größten und schönsten Länder der Welt zu machen. 

15.000 Anhänger und Gegendemonstranten geraten aneinander

Neben den 15.000 Anhängern Zemmours waren auch zahlreiche Demonstranten gekommen, die ihren Unmut gegenüber dem schon zweifach wegen Verhetzung verurteilten Kandidaten kundmachten. Beim Einmarsch in die Halle, in der der Wahlkampfauftakt stattfand, wurde der Politiker schließlich attackiert. Der Angreifer wurde jedoch umgehend von der Polizei festgenommen. Zemmour erlitt nur leichte Verletzungen an seiner Hand.

Deutlich schlimmer hatte es andere Gegendemonstranten erwischt, die von Zemmours Fans mit Sesseln beworfen und geschlagen wurden. Zwei von ihnen mussten schließlich blutend aus der Halle gebracht werden. Ein AFP-Korrespondent schilderte die Lage besorgt: "Die Leute stürzten sich auf sie und schlugen auf sie ein".

Der Kandidatur von Zemmour bringt schon seit mehreren Wochen Unruhe in den französischen Vorwahlkampf. Derzeit wird dem aus einer algerisch-jüdischen Familie stammenden Zemmour eine realistische Chance eingeräumt, anstelle der Rechtspopulistin Marine Le Pen gegen Amtsinhaber Macron anzutreten. Obwohl Le Pen zwischenzeitlich in Umfragen gegen Macron führte, ist ihre Kampagne zuletzt nur zaghaft vom Fleck gekommen. 

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