Nebel. Bass. Laser. Und ein Refrain, der klingt, als würde er um drei Uhr früh durch den ehemaligen Club Couture schallen.
Mit "My System" hat Felicia beim Eurovision Song Contest 2026 offenbar genau einen Nerv getroffen. Obwohl Schweden am Ende nicht den ganz großen ESC-Triumph holte, schießt der Song jetzt auf Platz 9 der österreichischen Charts.
Und das überrascht eigentlich gar nicht.
Denn "My System" klingt weniger nach klassischem Eurovision-Song – sondern eher nach einer Mischung aus Festival-Hymne, Club Couture und Praterdome-Eskalation um halb vier Uhr früh.
Während andere Länder auf düstere Kunstperformances, Ethno-Klänge oder "Bangaranga" setzten, brachte Felicia einfach kompromisslose Party-Stimmung.
Besonders spannend: In den Charts schlägt Schweden damit sogar zahlreiche Acts, die beim ESC selbst deutlich mehr Aufmerksamkeit bekamen. Noam Bettan landet mit "Michelle" nur auf Platz 16, die finnischen Favoriten Linda Lampenius und Pete Parkkonen kommen mit "Liekinheitin" lediglich auf Rang 17.
Österreich ist da musikalisch einfach anders, als der Rest von Europa. Aber der Rest von Europa hat ja auch keinen Praterdome.