Teure Folgen des Klimawandels

Preise für Kakao, Orangen, Olivenöl explodieren

Seit Anfang 2023 hat sich der Preis für Kakao fast vervierfacht. Auch Olivenöl und Orangen kosten viel wie nie – was uns da noch blüht.

Newsdesk Heute
Preise für Kakao, Orangen, Olivenöl explodieren
Kakaoschoten: Qualitätscheck auf einer afrikanischen Plantage
Getty Images

Es ist wohl ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt! Dürre, Wirbelstürme und Überflutungen, Schädlinge, die sich dank Klimawandel ausbreiten, haben zuletzt zu Missernten vor allem bei Kakao, Orangen und Oliven geführt. Folge – die Börsenpreise (und damit Preise in unseren Supermärkten) sind seit Anfang 2023 explodiert.

Kakao – Preisanstieg: +280 Prozent Die Tonne wurde zuletzt an Rohstoffbörsen für umgerechnet rund 9.100 Euro gehandelt. Damit haben sich die Preise seit Jahresbeginn 2023 nahezu vervierfacht. Parallel verteuerten sich bei uns Kakaogetränke um 20 Prozent, für Schoko zahlen wir 9,8 Prozent mehr.

Hauptgrund für die massiv eingebrochen Erntemengen in den weltweit wichtigsten Produzentenländern Elfenbeinküste und Ghana sind Dürre und Starkregen. Hinzu kommen Pflanzenkrankheiten, die die Kakaobäume absterben lassen.

Orangensaft – Preisanstieg: +84 Prozent Fürs Pfund (ca. 0,45 Kilo) werden im Börsenhandel derzeit bereits 3,45 Euro verlangt – nach gerade einmal 1,87 Euro Anfang 2023. In Supermärkten sind bisher +28,4 Prozent (Orangensaft) bzw. +6,6 Prozent (Orangen) angekommen. Hauptgründe sind die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten und Wetterkapriolen.

Olivenöl – Preisanstieg: +72 Prozent 100 Kilo spanisches Olivenöl extra virgine kosten an Börsen im Moment bereits 873 €, vor 15 Monaten waren es 508 €. Für Konsumenten sind die Preise um 51 % gestiegen, 20 € je Liter sind fast schon Normalität. Hauptgründe sind die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten, Hitze und Dürre in den Mittelmeerländern.

"Ranzig, muffig" – vernichtendes Urteil für Olivenöle

Was Konsumentenschützer in diesem Zusammenhang sauer aufstößt – die Qualität der gehandelten Öle hat trotz der massiven Preiserhöhungen dramatisch nachgelassen. In einem aktuellen Test von "Stiftung Warentest" mit dem bezeichnenden Titel "So schmeckt Klimawandel" schnitten gerade einmal noch vier von 23 Ölen mit einem "Gut" ab. Bei einem Olivenöl-Check 2022 waren es noch gut zwei Drittel, schreiben die Tester.

Auffallend: Gleich sechs Öle der Top-Güteklasse nativ extra schmeckten laut Check "Ranzig, stichig-schlammig, muffig, essigartig" – und hätten somit gar nicht verkauft werden dürfen.

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    Sabine Hertel

    Auf den Punkt gebracht

    • Seit Anfang 2023 sind die Preise für Kakao, Orangen und Olivenöl drastisch gestiegen, wobei sich der Kakao-Preis nahezu vervierfacht hat
    • Dürren, Wirbelstürme und Schädlinge, die sich aufgrund des Klimawandels ausbreiten, haben zu Missernten geführt und die Börsenpreise explodieren lassen
    • Konsumenten müssen nun die drastischen Preiserhöhungen spüren, gleichzeitig leidet die Qualität der gehandelten Produkte
    red
    Akt.