Millionen gehen an Töchter

Prinzessin Désirée: Darum erbt ihr Sohn keinen Cent

Fünf Monate nach dem Tod von Prinzessin Désirée ist ihr Testament geöffnet. Sohn Carl geht dabei leer aus, und das aus gutem Grund.
Heute Entertainment
10.06.2026, 13:26
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Ein Millionen-Erbe sorgt im schwedischen Königshaus für Gesprächsstoff. Fünf Monate nach dem Tod von Prinzessin Désirée, der älteren Schwester von König Carl XVI. Gustaf (80), ist ihr Testament geöffnet. Das Ergebnis überrascht: Ihr gesamtes Vermögen geht an die beiden Töchter, Sohn Carl Silfverschiöld bekommt keinen Cent.

Wie die schwedische Zeitung "Expressen" auf Basis des Nachlassverzeichnisses berichtet, umfasst der Nachlass rund 126 Millionen Kronen, umgerechnet etwa 11,6 Millionen Euro. Dazu zählen Bargeld, Wertpapiere, kostbarer Schmuck und eine Wohnung auf Mallorca.

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Alles sollen die beiden Töchter der Prinzessin, Christina Louise De Geer und Hélène Silfverschiöld, erben. Désirée selbst war im Jänner mit 87 Jahren auf Schloss Koberg gestorben.

Prinzessin Désirée (m.) mit ihren Töchtern Christina de Geer (2.v.l.) und Hélène Silfverschiöld (r.) sowie Sohn Carl Silfverschiöld (3.v.r.) beim Begräbnis ihres Mannes Baron Niclas Silfverschiöld.
APA-Images / TT News Agency / Adam Ihse

"Habe meinen Sohn benachteiligt"

Dass der Sohn übergangen wird, hat die Prinzessin im Testament selbst begründet. "Mit dieser Verfügung habe ich meinen Sohn Carl benachteiligt", schrieb sie. Er sei aber bereits im Testament ihres Mannes "reichlich entschädigt" worden, sowohl beim Privatvermögen als auch beim Erbpacht-Vermögen.

Tatsächlich hatte Carl schon einiges geerbt. Nach dem Tod seines Vaters, Baron Niclas Silfverschiöld, im Jahr 2017 gingen dessen gesamtes Privatvermögen von 26 Millionen Kronen sowie die Erbgüter Koberg und Gåsevadsholm an ihn. Allein diese beiden Anwesen umfassen 20.000 Hektar und sollen rund 50 Millionen Euro wert sein.

Hinter der Aufteilung steckt System: Das große Familienvermögen rund um Koberg sollte zusammengehalten und nicht unter mehreren Erben zersplittert werden. Böses Blut gab es deshalb keines, die Geschwister waren mit der Entscheidung ihrer Eltern einverstanden.

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