Beinahe täglich wächst die Zahl der Menschen, für die günstige Nahrungsmittel überlebensnotwendig sind - mehr dazu hier. Doch die Waren in soogut-Märkten in NÖ werden knapp. Kunden kommen schon Stunden vor Öffnungsbeginn, aus Angst keine Lebensmittel zu bekommen – mehr dazu hier.
Ein Artikel in "Heute" über der stark gestiegenen Nachfrage in den Sozialmärkten, machte den Verein M.U.T. hellhörig. Kurzerhand entschloss man sich, eine Warensammlungen für die Sozialmärkte ins Leben zu rufen. "Der Artikel hat uns berührt und wir mussten hier einfach helfen", so ein Sprecher des Vereins. Rund 30.000 Mitglieder zählt der Verein M.U.T. Und an all diese Menschen erfolgte der dringende Aufruf, Warenspenden für die Sozialmärkte vorbeizubringen.
Und der Aufruf hatte Erfolg! Große Mengen an Hygieneprodukten, langhaltbaren Lebensmitteln, Konserven, Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis und Mehl, wurden zusammengetragen. Einen Großteil dieser Sammelaktion stellt der gemeinnützige Verein dem soogut Sozialmarkt in St. Pölten zur Verfügung. Ein ganzer Laster voll mit Produkten wird am Dienstag übergeben.
„Für unsere Kunden ist dies eine großartige Unterstützung“, freut sich Geschäftsführer der soogut Sozialmärkte, Wolfgang Brillmann, über die Produktvielfalt. Auch Warenspenden für die übrigen soogut Standorte sind von Seiten des Wiener Vereins zukünftig angedacht.
Jetzt lesen: Auch dieser Sozialmarkt wurde gestürmt.
Die Verzweiflung und die Unsicherheit darüber, wie sich die Preise weiterentwickeln, ist groß. Die Sorge sich und seine Familie nicht ausreichend mit Lebensmittel versorgen zu können, ist in den Gesichtern der Kunden ab zu lesen. Warenspenden jeglicher Art, ermöglichen es, die Regale in den soogut Sozialmärkten zu befüllen und geben Sicherheit.
Sicherheit darüber, dass es auch weiterhin leistbare Nahrungsmittel gibt. Möglich ist dies jedoch nur, weil der Handel, Erzeugerfirmen und die zivile Bevölkerung sich für all diese Menschen einsetzt, für die ein normaler Einkauf nicht mehr möglich ist. Für Menschen, die beim Befüllen ihrer Einkaufswägen im Kopf mitrechnen müssen, damit sie bei der Kassa auch wirklich alles bezahlen können.
Und erneut ruft Brillmann die Verantwortlichen der Politik auf zu handeln. Denn die Sozialmärkte gesamt gesehen, sie alle sind von den Preissteigerungen betroffen und sind mit massiv gestiegenen Ausgaben bei den Warenabholungen und bei der Instandhaltung der einzelnen Märkte konfrontiert.