"Gage sogar verdreifachen"

Prohaska bremst bei Verlängerung von Teamchef Rangnick

Herbert Prohaska sieht eine Vertragsverlängerung von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick vor der Fußball-WM skeptisch.
Sport Heute
19.04.2026, 22:50
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Klare Ansage von Herbert Prohaska: Eine vorzeitige Vertragsverlängerung von Teamchef Ralf Rangnick sieht er kritisch. "Sie sollten jetzt nicht frühzeitig verlängern", meinte der Jahrhundertfußballer bei "Talk & Tore" und verwies auf mögliche Kritik im Fall eines WM-Misserfolgs.

"Wir verlängern, und wir wissen ja, dass es in Österreich ein bisschen eine Neidgesellschaft gibt, und dann kriegt er eben nicht mehr eine Million, sondern zwei Millionen. Die Gage ist verdoppelt worden", holt ORF-Experte Prohaska im Talk mit Constanze Weiss und Hans Krankl aus.

"Dann fahren wir zur WM hin, gewinnen kein Match und fahren wieder heim. Dann kenne ich Österreich viel zu gut: Dann taucht sofort die Kritik auf, warum wir ihm so viel zahlen, wenn er bei der WM schon nach der Vorrunde heimfährt. Aber ich glaube auch nicht, dass Ralf Rangnick sich auf so etwas einlässt; dafür ist er viel zu intelligent. Der wartet ab. Läuft es bei der WM großartig, müssen sie die Gage vielleicht sogar verdreifachen und nicht nur verdoppeln. Das ist alles im Bereich des Möglichen.“

Sportlich zeigt sich Prohaska vorsichtig optimistisch: Ein Sieg gegen Jordanien sei entscheidend, dann könne Österreich die Gruppenphase überstehen. Auch Hans Krankl sieht die Ausgangslage positiv - die Gruppe sei "eine der leichtesten, die es gibt".

Krankl weiter: "Jordanien und Algerien müssen wir mit unserer Qualität einfach schlagen. Wir haben 35 bis 40 Spieler, die bei ausländischen Klubs aktiv sind, teilweise bei sehr namhaften, und verfügen über eine enorme Kaderdichte. Es ist völlig egal, wer spielt oder ob jemand verletzt ausfällt; das darf keine Ausrede sein."

Krankl ist überzeugt, dass es früher schwieriger war, bei einer Fußball-WM dabei zu sein: "Das, was wir damals bei Weltmeisterschaften gegen solche Mannschaften geleistet haben, war viel schwerer als heute. Heutzutage qualifizierst du dich teilweise als Gruppendritter für die nächste Runde oder hast als Dritter noch ein Entscheidungsspiel. Es war früher einfach viel schwieriger, überhaupt zu einer Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft zu kommen, das ist ganz einfach so. Heute ist der Weg dorthin deutlich leichter."

{title && {title} } red, {title && {title} } 19.04.2026, 22:50
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