Wenn in der Hofburg der umstrittene Akademikerball über das Parkett geht, formiert sich draußen der Protest. Für Freitag ruft die Plattform "Offensive gegen Rechts" erneut zu einer Großdemonstration in der Wiener Innenstadt auf – und es ist mit deutlichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Treffpunkt der Demonstrierenden ist um 17 Uhr vor der Universität Wien. Von dort soll sich der Zug – wie in den vergangenen Jahren – durch die Innenstadt bewegen. Das Motto ist eindeutig: "Auf die Straße gegen Burschis & Faschos".
Erfahrungsgemäß kommt es rund um die Hofburg sowie auf angrenzenden Straßen zu Sperren und Umleitungen. Auch ein sicherheitspolizeiliches Platzverbot im unmittelbaren Bereich des Veranstaltungsortes steht im Raum. Ziel solcher Maßnahmen war es in der Vergangenheit, direkte Konfrontationen zwischen Ballgästen und Protestierenden zu verhindern.
Während auf der Straße demonstriert wird, findet in der Hofburg der freiheitliche Akademikerball statt. FPÖ-Obmann Herbert Kickl wird heuer nicht erwartet. Fix zugesagt haben hingegen unter anderem Nationalratspräsident Walter Rosenkranz sowie Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp.
Der Akademikerball wird seit 2013 unter diesem Namen veranstaltet und gilt als Nachfolger des früheren WKR-Balls. Seit vielen Jahren begleiten Kundgebungen das Event. In den vergangenen Ausgaben verliefen die Demonstrationen laut Behörden jedoch deutlich ruhiger.