Oberösterreich

Protestmarsch gegen Asylzelte – Rechtsextreme mit dabei

Rechtsextreme haben sich unter den Protestmarsch gegen Asylzelte in St. Georgen gemischt. Die Polizei sprach von in Summe bis zu 1.000 Teilnehmern.

Johannes Rausch
Vor dem Protestmarsch fanden sich die Demonstranten vor dem Gemeindeamt ein.
Vor dem Protestmarsch fanden sich die Demonstranten vor dem Gemeindeamt ein.
Team Fotokerschi.at / Kaltenleitner

Die Forderung des St. Georgener Bürgermeisters Ferdinand Aigner (ÖVP) war deutlich: "Die Zelte müssen weg!" Die Kundgebung fand wie angekündigte am Mittwoch statt. Gegen 10.30 Uhr trafen sich die Teilnehmer vor dem Gemeindeamt  von St. Georgen im Attergau (Bez. Vöcklabruck). Anschließend marschierten sie zu Auffahrt auf die Westautobahn (A1).

"Rechte und rechtsextreme Szene aus ganz Österreich"

Laut BH und Polizei waren zwischen 700 und 1.000 Teilnehmer dabei. Die Demonstration geriet zu einem Aufmarsch "der rechten und rechtsextremen Szene aus ganz Österreich", hieß es laut APA aus Polizeikreisen. Im Vorfeld waren bis zu 3.000 Demonstranten erwartet worden.

Bei der "Bürger-Information" vor dem Gemeindeamt waren Identitäre und andere amtsbekannte Personen der rechten Szene anwesend. Unter anderem wurde auch Identitären-Chef Martin Sellner gesichtet. Die Polizei berichtete von einer aufgeheizten Stimmung, auf einem Transparent war die Aufschrift "Remigration" zu lesen.

Autobahn-Sperre untersagt

Die angedrohte Blockade der A1 war im Vorfeld untersagt worden. Wegen der Demo musste die Asfinag aber die Auf- und Abfahrten bis voraussichtlich 13.30 sperren. Ortschef Aigner behält sich, wie er sagte, mögliche weitere Protest-Maßnahmen vor.

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    Der Protestmarsch startete um 10.30 Uhr vor dem Gemeindeamt.
    Der Protestmarsch startete um 10.30 Uhr vor dem Gemeindeamt.
    Pressefoto Scharinger / Daniel Scharinger

    "Menschenunwürdig"

    Wie "Heute" berichtete, übte Aigner in einer Pressekonferenz vergangene Woche scharfe Kritik: "Es ist menschenunwürdig, jetzt im Herbst Zelte aufzustellen. Der Innenminister hat die dümmste Lösung gebracht, mit ausgeschaltetem Hirn hat man Zelte aufgebaut", so der Bürgermeister.

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      HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com