"Ich möchte einfach wieder normal in meiner eigenen Wohnung leben können" – mit diesen Worten beschreibt eine Bewohnerin einer Wohnung in der Muhrengasse in Wien-Favoriten ihre mittlerweile verzweifelte Situation. Seit rund drei Jahren soll eine Wohnung direkt über ihr für massive Probleme mit Mäusen und hygienischen Missständen sorgen. Besonders der Gestank sei kaum noch auszuhalten.
"Es handelt sich nicht um einen normalen unangenehmen Geruch, der ab und zu auftritt", erzählt Laura gegenüber "Heute". Der Gestank ziehe regelmäßig derart stark in ihre Wohnung, dass sie teilweise nicht wisse, wohin sie noch ausweichen soll. Laut ihr bekomme sie davon sogar Kopfschmerzen und Übelkeit.
Das Problem an der Sache: Ihre Wohnung liegt mitten im Gebäude, die beiden einzigen Fenster zeigen auf dieselbe Seite. "Ich kann also nicht einfach auf der anderen Seite lüften oder mich in einen anderen Teil der Wohnung zurückziehen."
Doch der Geruch ist nach Angaben der Bewohnerin längst nicht das einzige Problem. Mittlerweile höre sie täglich Kratz- und Scharrgeräusche über ihrer Decke – sowohl tagsüber als auch mitten in der Nacht.
In den vergangenen zwei Jahren seien bereits mehrfach Mäuse über Installationsöffnungen im Bereich der Badewanne direkt in ihre Wohnung gelangt. Einige Tiere habe Laura dort eingefangen. Die Mäuse sind aber nicht nur über ihr zu hören, sie befinden sich auch im Stiegenhaus. Vor der betroffenen Wohnung soll sich weiterhin Mäusekot befinden.
Besonders erschreckend ist, was die Bewohnerin über das frühere Ausmaß der Plage berichtet. Die betreffende Wohnung sei bereits von zuständigen Behörden betreten und nach einer massiven Mäuseplage geräumt beziehungsweise gereinigt worden. "Die haben uns unter vorgehaltener Hand erklärt, dass sich dort rund 2.500 Mäuse befunden haben", so Laura weiter.
Der Gesundheitsdienst (MA 15) und die MA 60 (Veterinäramt und Tierschutz) haben bereits gesetzlich vorgesehene Maßnahmen veranlasst und die Situation wird weiterhin beobachtet.
Für die Betroffene ist das allerdings nicht genug. Sie meldete erneut, dass der Gestank weiterhin bestehe, täglich Geräusche von Mäusen zu hören seien und nach wie vor Mäusekot im Stiegenhaus zu finden ist.
Die jahrelange Belastung hinterlässt bei der Wienerin mittlerweile deutliche Spuren. "Ich bin inzwischen psychisch wirklich am Ende mit dieser Situation", sagt sie. Ständig den Geruch ertragen zu müssen, die Geräusche über der Decke zu hören und gleichzeitig zu wissen, dass bereits Mäuse in ihre Wohnung gelangt sind, sei kaum noch auszuhalten.
Einfach umzuziehen sei für sie finanziell keine Option. Sie möchte lediglich wieder normal und ohne Gestank und Mäuse in ihrer eigenen Wohnung leben können.