Ukraine

Putin ganz alleine! Sogar bester Freund verlässt ihn

Putins diplomatischer Poker wirkt so gut wie verloren. War China zu Kriegsbeginn noch sein bester Freund, bahnt sich nun eine diplomatische Krise an.

Nicolas Kubrak
Der russische Despot Wladimir Putin spielt "va banque" – und hat kaum Erfolg damit.
Der russische Despot Wladimir Putin spielt "va banque" – und hat kaum Erfolg damit.
via REUTERS

Februar 2022. Chinas Präsident Xi Jingping verspricht Russland bei einer Rede eine "Freundschaft ohne Grenzen". Der brutale Überfall auf die Ukraine machte der Freundschaft nichts aus – beide Länder arbeiteten seitdem eng zusammen. Doch nun bahnt sich eine Wende an – China soll immer unzufriedener mit ihrem Nachbarn sein.

Ukraine-Gipfel mit China – und ohne Russland

Am vergangenen Wochenende fand in Saudi-Arabien ein Ukraine-Friedensgipfel statt, bei dem Pekings Diplomaten "aktiv" mitgearbeitet haben sollen. Chinas Intentionen sind somit klar: Präsident Xi will Frieden. Das macht sich auch dadurch bemerkbar, dass Peking den ersten Friedensgipfel vor zwei Monaten noch gemieden hatte. Insgesamt nahmen etwa 40 Staaten am Gipfel statt – Russland war nicht einmal eingeladen.

Als das Treffen am Sonntag zu Ende ging, schäumte Putins rechte Hand, Premierminister Dmitri Medwedew, auf Telegram. So hätte das alles "keine Aussicht auf Erfolg", schrieb er und meinte, der Feind, also die Ukraine, müsse "auf den Knien kriechen und um Gnade flehen". 

Eklat zwischen China und Russland

Chinas Teilnahme am Ukraine-Gipfel in Saudi-Arabien gilt in der Diplomaten-Welt als wichtiges Zeichen. Westliche Teilnehmer behaupten, dass Peking auch "aktiv" mitgearbeitet hätte. Der britische "Guardian" berichtete sogar unter Berufung auf EU-Quellen, dass sich China offen für einen weiteren Gipfel zeigte. 

Gleichzeitig kommt es zwischen den (einstmaligen) besten Freunden zu immer größeren Spannungen. Am Freitag eskalierte die Lage, nachdem fünf Chinesen beim Versuch der Einreise nach Sibirien fünf Stunden lang festgehalten worden waren. Die chinesische Botschaft reagierte empört und verurteilte das Handeln der Russen als "brutale und exzessive Strafverfolgung". Ewige Freundschaft sieht anders aus – nicht wahr?

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