Ihnen droht sogar Haft

Putin nimmt jetzt junge OnlyFans-Models ins Visier

Russlands Behörden gehen immer härter gegen junge Frauen vor, die mit freizügigen Inhalten im Netz Geld verdienen.
Newsdesk Heute
11.08.2026, 07:39
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Für Sofya Vershinina brachte ihr Erfolg im Internet Zehntausende Fans und ein Leben im Luxus. Doch dann geriet die 21-jährige Moskauerin ins Visier der russischen Justiz. Wegen der Verbreitung pornografischer Inhalte wurde sie verurteilt – und entging nur knapp einer Gefängnisstrafe.

Unter ihrem Künstlernamen "Sonya Marmeladova" verdiente Vershinina mit Inhalten auf Telegram und OnlyFans viel Geld. Vor Gericht zeigte sie Reue. Statt der vom Staatsanwalt geforderten dreieinhalb Jahre in einem Straflager erhielt sie eine Geldstrafe von umgerechnet rund 50.000 Euro sowie drei Jahre auf Bewährung und ein Internet-Verbot, wie die "Bild" berichtet.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Auch persönliche Gegenstände der 21-Jährigen waren Teil des Verfahrens. Ihr goldenes iPhone 16 Pro Max bleibt beschlagnahmt. Sexspielzeuge und Accessoires, die den Ermittlern als Beweismittel dienten, wurden ihr dagegen zurückgegeben.

Weiteres Model sitzt in Untersuchungshaft

Vershinina ist nicht die einzige junge Frau, gegen die die russischen Behörden wegen freizügiger Inhalte vorgehen. Die 27-jährige Influencerin und Model Diana Shurygina befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft und wartet auf ihren Prozess.

Auch Anastasia Oysaannikova (24), die unter dem Künstlernamen "Nastya Kholod" bekannt ist, wurde festgenommen. Gegen sie besteht der Verdacht der illegalen Herstellung und Verbreitung pornografischen Materials. Oysaannikova und Shurygina produzierten sowohl gemeinsam als auch getrennt voneinander Inhalte für Erwachsene auf OnlyFans.

Das Vorgehen markiert einen deutlichen Wandel. Noch vor wenigen Jahren konnten russische Pornostars Millionen-Karrieren aufbauen und waren sogar in TV-Shows zu sehen. Inzwischen müssen Frauen, die mit freizügigen Fotos und Videos im Netz Geld verdienen, mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Erotik-Inhalte verschwinden aus dem Netz

Gleichzeitig ist ein großer Teil der zuvor frei zugänglichen Erotik-Inhalte aus dem russischen Internet verschwunden. Plattformen entfernten Inhalte, Seiten wurden blockiert und die staatliche Kontrolle über den Online-Raum wurde weiter verschärft.

Die russische Führung rechtfertigt ihr Vorgehen mit dem Schutz sogenannter "traditioneller Werte" und erklärt offiziell, damit die Gesellschaft schützen zu wollen.

Menschenrechtsorganisationen und Kritiker des Kreml sehen darin dagegen einen weiteren Eingriff des Staates in das Privatleben seiner Bürger. Für Frauen, die bislang mit freizügigen Inhalten im Internet Geld verdienten, können die Konsequenzen jedenfalls drastisch sein: Ihnen drohen Anklagen und Haftstrafen.

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