Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Gouverneure der beiden Grenzregionen Brjansk und Belgorod, die besonders stark unter ukrainischen Vergeltungsangriffen leiden, ausgetauscht. Wie der Kreml am Mittwoch mitteilte, wurden Alexander Bogomas und Wjatscheslaw Gladkow durch neue Leute ersetzt. Nach Angaben des Kremls setzt Putin dabei auf einen Armeegeneral, der in der Ukraine gekämpft hat, und auf einen Beamten, der davor schon für die russischen Besatzungsbehörden in der Ostukraine gearbeitet hat.
Gladkow war seit 2021 Gouverneur von Belgorod, jener russischen Region, die am stärksten von ukrainischen Angriffen betroffen ist. Er hat die Angriffe täglich dokumentiert und war laut Medienberichten in der Bevölkerung sehr beliebt.
Am Mittwoch hat Putin General Alexander Schuwajew zum Übergangsgouverneur von Belgorod ernannt. Schuwajew war seit 2022 für die russische Armee in der Ukraine im Einsatz und davor auch im Nordkaukasus, in Georgien und in Syrien. Er stammt selbst aus Belgorod.
In Brjansk übernimmt nun Jegor Kowaltschuk als Übergangsgouverneur. Er leitete zuvor kurzzeitig die russischen Besatzungsbehörden in Luhansk.