Experte lässt aufhorchen

Putin in Zwangslage! "Er muss den Krieg weiterführen"

Ein früherer OSZE-Experte erklärt, warum Russland den Krieg um den Donbass fortsetzen muss. Doch der Kreml steht massiv unter Druck.
Newsdesk Heute
12.05.2026, 15:41
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"Russland muss den Krieg weiterführen, es hat sich selber in eine Zwangslage gebracht". Mit dieser Einschätzung lässt der frühere Ukraine-Sonderbeauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Martin Sajdik, am Dienstag im ORF aufhorchen.

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Kreml-Kriegstreiber Wladimir Putin müsse den Donbass vor einem Ende seines Konflikts vollständig erobern. Der Grund ist die frühzeitige Eingliederung der Gebiete Luhansk und Donezk in ihren alten ukrainischen Grenzen in das russische Staatsgebiet in der Frühphase der Invasion.

"Wenn sie das nicht erreichen, müsste es eine [neuerliche] Verfassungsänderung geben. Ich glaube, das will man unter allen Umständen vermeiden", so der Ex-OSZE-Sondergesandte. Das wäre ein erschütterndes Eingeständnis der Schwäche.

Dieses entscheidende Ziel des Kreml liegt aber noch in weiter Ferne. "Die Ukraine hat wirklich sehr viel getan, um die Städte Kramatorsk, Slowiansk und Kostjantyniwka (Donezk) lange halten zu können. Sie haben sich im wahrsten Sinne des Wortes eingebunkert."

Die militärische Eroberung dieses Festungsgürtels dürfte nach einhelliger Experten-Schätzung Jahre dauern. Hat Putin diese Zeit noch?

"Das ist genau die Frage. Die Ukraine weiß das und das ist gleichzeitig ihre Stärke", sagt Sajdik. Denn: "Russland ist mittlerweile in wirtschaftlichen Schwierigkeiten" – auch dank der Wirkung europäischer Sanktionen.

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