Kaum war die von US-Präsident Donald Trump vermittelte dreitägige Feuerpause vorbei, griff Russland wieder an. In der Nacht (12. Mai) meldete die ukrainische Luftwaffe Drohnenattacken auf zahlreiche Städte im ganzen Land.
Betroffen waren neben der Hauptstadt Kiew auch Saporischschja, Dnipro, Charkiw und Cherson. Auch die Gebiete Sumy im Norden und Mykolajiw im Süden wurden attackiert.
Wie NTV unter Berufung auf Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko berichtet, fielen Drohnentrümmer auf das Dach eines 20-stöckigen Wohnhauses in der Hauptstadt. Über Verletzte und das Ausmaß der Schäden liegen noch keine Informationen vor.
Anlass der Feuerpause waren die Feierlichkeiten in Russland zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland. Kremlchef Wladimir Putin wollte eine störungsfreie Militärparade in Moskau gewährleisten. Eine ähnliche Waffenruhe hatte es bereits beim orthodoxen Osterfest vor einem Monat gegeben.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich bereits vor Ablauf auf neue Angriffe eingestellt: "Wir sehen auch, dass Russland nicht die Absicht hat, diesen Krieg zu beenden", sagte er in einer Videobotschaft. "Wir bereiten uns auf neue Angriffe vor, leider."