Im Ringen um einen Frieden in der Ukraine hat der Präsident des angegriffenen Landes, Wolodymyr Selenskyj, erneut aufhorchen lassen. Ihm zufolge würde der EU-Beitritt der Ukraine eine wichtige Rolle für ein Ende des Kriegs spielen.
Zudem pochte er in einer Videobotschaft auf den Wiederaufbau seines Landes, sobald Frieden herrschen würde. Selenskyj bezeichnete dies als Voraussetzung für einen "realen Frieden in Europa". Des Weiteren forderte er Sicherheitsgarantien sowie, dass die Grenzen und die Souveränität der Ukraine respektiert werden.
Auch Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte eine stärkere Einbindung der Ukraine in die EU, berichtet der "ORF". Dies sei laut dem Kanzler eine wichtige Basis für ein Ende des russischen Angriffskriegs.
Jedoch schloss Merz nicht aus, dass Kiew für einen Frieden mit Moskau Gebiete abtreten müsse. Der deutsche Kanzler forderte, dass die Ukraine eine Perspektive auf eine EU-Vollmitgliedschaft erhält.
Der Wiederaufbau des vom Krieg gebeutelten Landes dürfte ein teures Unterfangen werden. Die Weltbank schätzte die Kosten auf rund 500 Milliarden Euro. Laut eigenen Angaben habe Kiew seit Kriegsbeginn circa 150 Milliarden Euro aus dem Ausland erhalten.
In der vergangenen Woche erhielt die Ukraine erneut eine Finanzspritze von den EU-Ländern. Insgesamt wurde ein Kredit in der Höhe von 90 Milliarden Euro locker gemacht.