Im australischen Outback wächst die Angst um ein verschwundenes Kind: Nach dem Verschwinden eines fünfjährigen Mädchens nahe Alice Springs geht die Polizei inzwischen von einer möglichen Entführung aus.
Das Mädchen wird seit der Nacht auf Sonntag vermisst, wie ABC News Australia berichtet. Es war am Abend in einem Town Camp zu Bett gebracht worden, gegen 1.30 Uhr schlugen Angehörige Alarm. Zur selben Zeit verschwand auch ein 47-jähriger Mann, der sich zuvor im Haus aufgehalten hatte und erst kurz zuvor aus der Haft entlassen worden war.
Der Mann ist wegen Gewalt- und häuslicher Übergriffe bekannt, jedoch nicht wegen Delikten gegen Kinder. Dennoch steht er im Zentrum der Ermittlungen. Die Polizei stuft ihn als Schlüsselfigur ein und bittet die Bevölkerung um Hinweise zu seinem Aufenthaltsort.
Seit Samstagabend läuft eine groß angelegte Suchaktion rund um Alice Springs. Dutzende Einsatzkräfte durchkämmen das schwer zugängliche, dicht bewachsene Gelände – unterstützt von Hubschraubern, Drohnen mit Wärmesensoren sowie Suchteams mit Hunden und Pferden. Auch Spezialeinheiten und Ermittler der Mordkommission sind im Einsatz.
Parallel dazu fahnden die Behörden intensiv nach dem Verdächtigen. Er zählt zu den wenigen Personen, die sich zum Zeitpunkt des Verschwindens im Camp aufhielten und bislang nicht gefunden wurden. Die Polizei spricht von einem dringenden Tatverdacht und will den Mann so rasch wie möglich befragen.
Unterstützung kommt auch aus der lokalen Gemeinschaft: Organisationen helfen bei der Suche und betreuen die Familie. Die Polizei betont, jede Beobachtung könne entscheidend sein, um das Kind wohlbehalten zurückzubringen.