Ein in Großbritannien verurteilter Spion soll nun nach Österreich abgeschoben werden – der Fall sorgt für Aufsehen.
Der 33-jährige österreichische Staatsbürger mit tschetschenischen Wurzeln war in Großbritannien wegen Spionagetätigkeiten zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Laut Urteil arbeitete er im Auftrag der islamischen Revolutionswächter.
Konkret soll der Mann einen oppositionellen iranischen Nachrichtensender ausspioniert haben. Dafür erhielt er laut Ermittlungen umgerechnet rund 50.000 Euro. Während der Untersuchungen gestand er, mit der Tätigkeit "leichtes Geld" verdient zu haben. Zudem räumte er ein, dass die von ihm beschafften Informationen für einen Terroranschlag hätten verwendet werden können.
Gefasst wurde der Mann, als er mit seinem Handy "Schwachstellen" bei den Sicherheitsvorkehrungen am Hauptsitz des Medienunternehmens filmte. Nur eine Woche nach seiner Festnahme stellte der betroffene Sender seine Studio-Aktivitäten aufgrund der Bedrohungslage vorübergehend ein.
Nach einer Anhörung wurde der 33-Jährige vorzeitig freigelassen. Die Bewährungskommission kam zu dem Schluss, dass er keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit darstelle sowie dass seine Handlungen von "Gier" und "Leichtsinn" als von Ideologie getrieben waren. Großbritannien plant nun, den Mann nach Österreich abzuschieben.