Die Hitzewelle hat Wien weiter fest im Griff. Seit Tagen klettern die Temperaturen auf weit über 35 Grad, stellenweise wurden sogar knapp 40 Grad erreicht. Kein Wunder also, dass es viele Wiener zur Abkühlung an die Donau zieht.
So auch Leserreporter Leon, der am Samstag einen Badetag an der Neuen Donau verbringen wollte. Doch statt sofort ins Wasser zu springen, machte er eine überraschende Entdeckung. "Die Qualleninvasion beginnt jetzt langsam auch in Wien!", berichtet er im "Heute"-Talk.
Tatsächlich tauchen in der Neuen Donau und auch in der Alten Donau bei langanhaltend hohen Wassertemperaturen immer wieder kleine Süßwasserquallen auf. Das ungewöhnliche Schauspiel ist zwar für viele Badegäste ungewohnt, Grund zur Sorge gibt es aber nicht.
Die durchsichtigen Tiere werden lediglich ein bis zwei Zentimeter groß und sind für Menschen völlig ungefährlich. Zwar besitzen sie Nesselzellen, diese können die menschliche Haut jedoch nicht durchdringen.
Ihr Auftreten gilt sogar als positives Zeichen. Die kleinen Quallen fühlen sich nur in sauberem Wasser wohl und erscheinen meist erst dann, wenn sich das Gewässer über längere Zeit stark erwärmt.
Die Tiere leben zunächst als unscheinbare Polypen im Wasser. Erst wenn die Temperaturen hoch genug sind, entwickeln sie sich zu den frei schwimmenden Quallen, den sogenannten Medusen. In manchen Sommern treten sie daher schwallartig in der Neuen Donau, der Alten Donau oder auch im Kuchelauer Hafen auf.
Aktuell liegt die Wassertemperatur laut Messungen bei rund 22,2 Grad in der Neuen Donau und 25,0 Grad in der Alten Donau – ideale Bedingungen für das faszinierende Naturschauspiel. Wer also in den kommenden Tagen baden geht, könnte den kleinen, harmlosen Quallen durchaus begegnen.