Manuel Neuer hat in seiner langen Profi-Karriere erstmals in einem Spiel der regulären Spielzeit gleich zwei Elfmeter kassiert – und beide Male war ÖFB-Legionär Leopold Querfeld der Mann am Punkt. Beim 3:2-Sieg der Bayern im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Union Berlin zog der Rekordmeister zwar ins Viertelfinale ein, für den 39-jährigen Goalie blieb aber eine Premiere, auf die er gern verzichtet hätte.
In den 905 Pflichtspielen zuvor war Neuer noch nie zweimal innerhalb von 90 Minuten bei Strafstößen bezwungen worden. Querfeld knackte diesen Makel gleich im Doppelpack – beide Male unten links, beide Male eiskalt.
Der 21-jährige Wiener verwandelte seinen ersten Penalty in der 40. Minute und brachte Union damit wieder heran. Nach der Pause durfte der Innenverteidiger erneut antreten – erneut blieb Neuer ohne Chance, erneut landete der Ball in derselben Ecke. Trotz Querfelds zweier Treffer reichte es für die Berliner am Ende nicht mehr zum Ausgleich, Bayern rettete das 3:2 über die Zeit.
Am Ergebnis änderte das nichts mehr, an der Geschichte schon: Die "Neuer-Premiere" ist Querfeld damit sicher – und kann ihm auch keiner mehr nehmen.