Raab nach Frauenmord: "Absolut schockierend"

Susanne Raab
Susanne RaabHELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Frauenministerin Susanne Raab meldete sich nach dem Frauenmord zu Wort. Sie zeigte sich zutiefst betroffen.

Entsetzen herrscht nach der Bluttat im Winarskyhof in Brigittenau. Am Donnerstagabend schoss ein 42-Jähriger seiner Ex-Lebensgefährtin (35) in den Kopf. Die schwerverletzte zweifache Mutter floh daraufhin in den Innenhof der Wohnanlage und wurde dort von den Rettungskräften versorgt. Trotz aller Bemühungen der Ärzte erlag sie nur wenige Stunden später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

"Gewalt gegen Frauen beginnt bereits bei abwertenden Äußerungen"

"Dieser brutale Mord ist absolut schockierend und macht mich zutiefst betroffen. Grausame Taten wie diese sind die Spitze des Eisbergs, denn Gewalt gegen Frauen beginnt bereits bei abwertenden Äußerungen und Beschimpfungen und reicht bis hin zu gewalttätigen Übergriffen. Mir ist es daher wichtig, dass jede Frau weiß, dass sie einen Zufluchtsort hat, wo sie bereits bei den ersten Anzeichen von Gewalt Schutz findet", erklärte Frauenministerin Susanne Raab in einem Statement.

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Der mutmaßliche Täter, bei dem es sich "Heute"-Infos zufolge um den bekannten "Bierwirt" handelt, ließ sich von der WEGA widerstandslos festnehmen. Der offensichtlich stark alkoholisierte verlor während des Polizei-Einsatzes das Bewusstsein und wurde aufgrund dessen ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Nicht ausgeschlossen wird, dass er auch unter dem Einfluss anderer Substanzen stand. Bisher konnte er noch nicht einvernommen werden.

Weitere Initiativen gegen Gewaltschutz

"Der Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt ist der gesamten Bundesregierung ein wichtiges Anliegen. Selbstverständlich ist der Gewaltschutz aber auch ein ganz zentraler Schwerpunkt in der Frauenpolitik. Daher fließt ein großer Teil des Frauenbudgets in Gewaltschutz-Maßnahmen, wie beispielsweise in die Finanzierung von Gewaltschutzzentren oder Frauenberatungsstellen als erste Anlaufstelle für betroffene Frauen und Mädchen. Zudem haben wir letztes Jahr auch 3,25 Millionen Euro für Gewaltschutzprojekte in ganz Österreich zur Verfügung gestellt. Gewalt an Frauen und Mädchen dürfen wir als Gesellschaft niemals hinnehmen. Ich werde daher auch in Zukunft nicht ruhen und weitere Initiativen im Gewaltschutz setzen", erklärte die ÖVP-Ministerin.

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