Ein tragischer Unfall erschüttert Salzburg: In Parsch wurde eine 23-jährige Italienerin, die auf dem Fahrrad unterwegs war, von einem Lkw erfasst und getötet. Das Bezirksgericht verurteilte den 46-jährigen Pongauer am Dienstag zu rund 1.100 Euro Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung. Der Schuldspruch ist noch nicht rechtskräftig.
Das Gericht führte aus, es handle sich um ein persönliches Verschulden – einen Aufmerksamkeitsfehler, der "jedem passieren könne". Der Lkw-Fahrer beteuerte, beim Rechtsabbiegen alle Spiegel kontrolliert zu haben, habe die junge Frau auf gleicher Höhe aber nicht sehen können, wie der ORF berichtet.
Unmittelbar nach dem Unfall verhängte das Land Salzburg ein Rechtsabbiegeverbot an der Eder-Kreuzung – bekannt als besonders gefährlich für Radfahrer. Die Kreuzung soll nach Ostern entschärft werden: Der Radweg wird baulich von der Fahrbahn abgetrennt, die Markierungen verbessert und der Radstreifen erhöht.
Lange Jahre stritten Stadt und Land über die Kostenaufteilung für bauliche Maßnahmen. Nun ist der Konflikt beigelegt, die Arbeiten sollen zügig starten. Ab 2027 plant das Land, den Radweg in der gesamten Kreuzung größer umzubauen und sicherer zu gestalten – ein entscheidender Schritt für die Radfahrersicherheit in Salzburg.