Großeinsatz in Liesing

Radioaktives Material in Wien – jetzt ermittelt Kripo

Am Montag kam es zu einem Großeinsatz in Wien-Liesing, nachdem radioaktives Material sichergestellt wurde. Nun kommen erste Details ans Tageslicht.
Maxim Zdziarski
11.02.2026, 08:23
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Großeinsatz am Montagnachmittag in Wien und Graz: Sowohl in der Oberlaaer Straße in der Bundeshauptstadt als auch in der Moserhofgasse in Graz sorgten massive Polizeikräfte für Aufsehen. Die betroffenen Bereiche wurden großräumig abgesperrt.

Auslöser war ein Transporter aus Wien, der von der Exekutive angehalten worden war. Laut einem Bericht der "Kleinen Zeitung" könnte sich an Bord des Fahrzeugs radioaktiv kontaminiertes Material befunden haben.

Heute.at - Großeinsatz! Straße in Wien vollkommen gesperrt
"Menschen in Schutzanzügen"
Großeinsatz! Straße in Wien vollkommen gesperrt

Mehrere Polizeistreifen sowie die Berufsfeuerwehr Graz rückten aus, der betroffene Lkw wurde intensiv untersucht. Das Ladegut galt zunächst als kontaminiert. Für die beiden Fahrer gab es jedoch Entwarnung: Bei ihnen konnte keine Strahlung festgestellt werden, sie wurden dennoch vorsorglich medizinisch untersucht.

Radioaktives Material in Liesing

Parallel dazu kam es auch in Wien-Liesing zu einem ähnlichen Einsatz. Dort wurde eine Straße komplett gesperrt, Einsatzkräfte waren teils in Schutzanzügen im Einsatz. Nach Angaben der Behörden stehen die beiden Vorfälle in direktem Zusammenhang.

Feuerwehrsprecher Lukas Schauer bestätigte gegenüber "Heute", dass es bereits am Montag um 10.30 Uhr in einem Entsorgungsbetrieb zu einem Alarm gekommen war. In angelieferten Gegenständen sei ein radioaktives Nuklid festgestellt worden. Innerhalb weniger Minuten wurde das gesamte Areal abgesperrt, die Berufsfeuerwehr führte umfangreiche Messungen durch. Dabei wurden geringe Strahlenwerte festgestellt. Zwei Personen, die mit dem Gegenstand in Kontakt gewesen waren, wurden von der Berufsrettung in ein Hygienezentrum der MA 15 gebracht und dort dekontaminiert.

Thorium-232 sichergestellt

Nun gibt es neue Details: Auf einem Rohr wurde der Stoff Thorium-232 mit schwacher Strahlung entdeckt. Laut Polizei handelt es sich dabei um ein pulverförmiges Material, das sich auf dem Rohr befand. Die Ermittler prüfen derzeit, woher das Rohr stammt – vermutet wird eine Baustelle in Wien. Das sichergestellte Rohr wurde nach Seibersdorf zur weiteren Untersuchung und Beweissicherung gebracht.

Die Ermittlungen des Landeskriminalamts laufen auf Hochtouren und gehen in mehrere Richtungen. Spezialisten für Umweltkriminalität ermitteln unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Gefährdung durch Kernenergie oder ionisierende Strahlen sowie wegen möglicher Umweltdelikte.

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