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Rätselhafter Mord – Täter und Opfer sind Ukrainer

In Trier wurde eine 38-jährige Ukrainerin tot in einem Hotelzimmer gefunden. Der Tatverdacht richtet sich gegen einen flüchtigen Landsmann des Opfers.
20 Minuten
01.04.2022, 13:07

Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in einem Trierer Hotel fehlt von dem 34-jährigen Tatverdächtigen weiter jede Spur. Wie die Staatsanwaltschaft Trier am Donnerstag mitteilte, wurde gegen den Ukrainer ein europäischer Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags erlassen. Nach dem Mann werde europaweit gefahndet. Das Opfer – eine 38-Jährige aus der Ukraine – war am Montag in einem Hotel in der Trierer Innenstadt tot aufgefunden worden.

Die Frau sei zusammen mit mehreren Familienangehörigen vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet. Nach den bisherigen Erkenntnissen sei sie am vergangenen Samstag (26. März) ohne Begleitung mit der Bahn von Merzig ins rheinland-pfälzische Trier gefahren. Dort habe sie den ihr bekannten 34-Jährigen getroffen, der zuletzt in Polen gelebt haben soll, hieß es. Warum es zu dem Treffen kam, war noch unklar.

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Das spätere Opfer kurz vor der Tat beim Einsteigen in einen Zug
Polizei

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Polizei geht von Beziehungstat aus

In den Nachmittagsstunden hätten die beiden ein Zimmer in einem Hotel in der Trierer Innenstadt bezogen. Dort sei es zu der Tat gekommen. Danach habe der Tatverdächtige das Hotel verlassen und persönliche Gegenstände der Frau mitgenommen. Nach den bisherigen Erkenntnissen habe er gegen 20.30 Uhr am Hauptbahnhof den Regionalexpress von Trier nach Koblenz genutzt. Hier verliere sich seine Spur.

Dieser Mann ist dringend tatverdächtig. Die Polizei fahndet nach ihm.
Polizei Trier

Das Opfer war am Montag bei Reinigungsarbeiten des Hotelpersonals gefunden worden. Die Familienangehörigen, die sich im Saarland aufhielten, hatten die Frau am Sonntag bei der örtlichen Polizei als vermisst gemeldet. Die Ermittlungen zu Tathergang und -motiv dauern an. Hierzu können derzeit noch keine Auskünfte erteilt werden, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden, hieß es. Bereits zuvor hatte der Staatsanwalt erklärt, dass nach den bisherigen Erkenntnissen von einer Beziehungstat auszugehen sei.

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