Als Marko Arnautovic in der Kabine das Wort ergriff, rückte das bittere wie hochverdiente WM-Aus der Österreicher für einen Moment in den Hintergrund. Nach seinem letzten Auftritt im Nationaltrikot gegen Spanien (0:3) verabschiedete sich der Rekordspieler, richtete bewegende Worte an seine Teamkollegen – die einige Spieler zu Tränen rührten.
Teamchef Ralf Rangnick berichtete von den bewegten Momenten. "Wer jetzt Mäuschen hätte spielen können oder dabei gewesen wäre bei dieser Ansprache – ich möchte nicht wissen, wie viele Spieler neben ihm selbst und auch Mitglieder des Staffs Tränen in den Augen hatten“, schilderte der Deutsche die emotionalen Szenen in der Kabine.
Rangnick sprach von "bewegenden Worten" und einer "besonders berührenden und natürlich auch traurigen Atmosphäre". Die Abschiedsrede des Stürmers sei ein "besonderer Moment" gewesen.
Zum Abschluss fand der Teamchef noch einmal große Worte für seinen langjährigen Führungsspieler: "Ohne Marko und ohne Markos Tore wären wir womöglich nicht zur EURO nach Deutschland gefahren und wären wir vielleicht auch hier nicht dabei gewesen."
Arnautovic selbst berichtete von seinem Abschied. "Ich habe gerade zu der Mannschaft gesprochen. Bis zum Ende meines Lebens werde ich immer ein großer Bruder für sie sein. Hinter den Kulissen werde ich weiterhin unterstützen und anfeuern. Aber es tut sehr weh, dass es das letzte Mal war", sagte der Rekordtorschütze unter Tränen.
Der Rekordteamspieler blickte dabei auf seine lange ÖFB-Laufbahn zurück: "Ich habe sehr viele schöne Momente erlebt, aber auch nicht so schöne Momente. Jetzt tut es umso mehr weh. Ich habe hier am Anfang Kameraden gehabt, die zu meiner Familie geworden sind. Und wenn ich Familie sage, meine ich das auch so."